Fachstelle mobirex - Monitoring | Bildung | Information

Herzlich Willkommen bei mobirex

Herzlich willkommen auf der Seite von mobirex,

ab dem 1. Januar 2021 richtet mobirex seine Aufgaben neu aus.


Aus mobirex - Mobile Beratung gegen Rechts wird
mobirex - Monitoring | Bildung | Information zur extremen Rechten und daran angrenzenden Facetten der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) in Baden-Württemberg.

Wir stehen zukünftig ehren- und hauptamtlich Engagierten in Baden-Württemberg in diesem Themenfeld zur Seite mit

  • Informationen und Analysen zu extrem rechten Erscheinungsformen sowie mit der Vermittlung von Kontakten zu Ansprechpartner*innen aus den Bereichen Beratung und politische Bildung
  • einem Monitoring zu extrem rechten Aktivitäten, welches bei der Einschätzung von Entwicklungen und der Erarbeitung von Gegenstrategien hilft und mit
  • Bildungsformaten in Form von Vorträgen und spezifischen Workshops, mit denen wir für extrem rechte und diskriminierende Erscheinungsformen sensibilisieren und die Entwicklung von Umgangsstrategien anregen wollen.

mobirex befindet sich in Trägerschaft der Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg e.V. (LAGO) und ist Teil des Verbundes Demokratiezentrum Baden-Württemberg. Des Weiteren arbeiten wir mit dem Bundesverband Mobile Beratung zusammen.

Die Fachstelle wird gefördert aus Mitteln des Programms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Soziales, Frauen und Jugend sowie des baden-württembergischen Ministeriums für Soziales und Integration.

Aktuelles

Onlinevortrag "Angst um die Vormachtstellung": Über den gesellschaftlichen Einfluss und die Anschlussfähigkeit von Antifeminismus

 

Montag | 19.04.2021 | 18-20 Uhr | Online via zoom (Anmeldung s. unten)

Seit Mitte der 2000er Jahre sind die Beschwörungen von “Gender-Ideologie”, “Erziehung zum Einheitsmenschen” und “feministische Weltverschwörung” mindestens unter AntifeministInnen in aller Munde. Im Workshop zeigt Rebekka Blum die Gefahr des Antifeminismus als mobilisierende Bindeglied-Ideologie von konservativen, religiös-fundamentalistischen, maskulinistischen bis hin zu (extrem) rechten Bewegungen nach. Davon ausgehend geht sie auf aktuelle antifeministische Entwicklungen bei den verschwörungsideologischen Protesten gegen die Corona-Maßnahmen ein und zeigt die Verschränkung von Antifeminismus zu weiteren Ideologien wie Rassismus, völkischer Ideologie und insbesondere Antisemitismus auf. Die Veranstaltung verdeutlicht, dass es notwendig ist Antifeminismus als Bestandteil rechter Ideologie und gefährliches Phänomen ernst zu nehmen und zu bekämpfen.

Rebekka Blum ist Soziologin, politische Bildnerin und Publizistin mit den Schwerpunkten Antifeminismus und (extreme) Rechte. Im Frühjahr 2019 ist ihr Buch „Angst um die Vormachtstellung. Zum Begriff und zur Geschichte des deutschen Antifeminismus“ bei marta press erschienen. Sie promoviert zu „Antifeminismus in Westdeutschland zwischen 1945 und 1990“ und ist Mitglied im Netzwer femPI (feministische Perspektiven und Intervention gegen die (extreme) Rechte).

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Wenn Sie am Vortrag teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte per Email mit Ihrem vollen Namen unter mobirex@lago-bw.de an. Sie erhalten dann kurz vor der Veranstaltung die Zugangsdaten per Mail zugesendet.

 

Ihre personenbezogenen Daten werden gemäß der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ausschließlich zu Zwecken der Veranstaltung (Einladung und Versand der Zugangsdaten verwendet). Für weitere Informationen siehe unsere Datenschutzerklärung.

Für die Veranstaltung gilt diese Ausschlussklausel:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser zu verweisen.



Veranstaltung Die "Neue Rechte" - mit Gegenkultur zum Umsturz?

Am Montag, den 22. Februar 2021 von 10-12 Uhr bieten wir im Rahmen der Veranstaltungsreihe von FEX (Fachstelle Extremismusdistanzierung) einen einführenden Input zur sogenannten "Neuen Rechten" an. Im Zentrum stehen die Fragen, wofür die Neue Rechte steht und wie sie Jugendliche anspricht. Daran schließt ein Austausch zu Umgangsstrategien an.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und die Anmeldung finden Sie auf der Seite von FEX.

 

Veranstaltung zu Reichsbürger*innen und Verschwörungsmythen

Um das Thema "Reichsbürger*innen und Verschwörungsmythen - Im Netz und auf der Straße" geht es in einem Onlineseminar am Vormittag des 24. Februar. Das Seminar ist Teil der Veranstaltung "Demokratie in Gefahr? Analysen, Instrumente und Projekte für mehr Demokratie in ländlichen Räumen" der Agrarsozialen Gesellschaft e.V. Darüber hinaus gibt es Vorträge zu Völkischen Siedler*innen in der Region Hohenlohe/ Schwäbisch-Hall, zur Demokratiebildung und demokratische Mitbestimmung. Anmeldeschluss ist der 15. Februar. Mehr Infos zum Programm gibt es hier.

 

Neuausrichtung von mobirex ab dem 1.1.2021

Das Jahresende bringt für mobirex einige Änderungen mit sich. Zum 31.12. verabschieden wir uns aus dem Beratungsnetzwerk und der Mobilen Beratung, um ab dem 1.1.2021 unsere Arbeit neu auszurichten. Nach zwölf intensiven Jahren in der Beratungsarbeit fällt uns dieser Schritt nicht leicht. Wir starten dennoch mit voller Energie in unser (nicht ganz so) neues und spannendes Aufgabenfeld.
Die Beratung im Umgang mit extrem rechten Vorkommnissen wird ab sofort von der Fachstelle "kompetent vor Ort" in alleiniger Verantwortung koordiniert. Beratung für Betroffene rechter Gewalt bietet weiterhin die Fachstelle Leuchtlinie an.
Unsere Kollegin Nadja Kaiser verlässt zum Jahresende mobirex. Ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle und alles Gute für den weiteren Lebensweg! Neu im Team begrüßen möchten wir Heval Demirdöğen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in das Jahr 2021! Bleiben Sie gesund!

 

Policy-Paper des Bundesverbands Mobile Beratung zu "Corona-Protesten"

Bunedsweit beobachten Mobile Beratungsteams die Entwicklungen rund um die Demonstrationen gegen die Infektionsschutzmaßnahmen. Auf dieser Grundlage hat der Bundesverband Mobile Beratung ein Policy Paper „Auseinandersetzung unterstützen – Analyse der Corona-Proteste und Empfehlungen für Politik und Verwaltung“ herausgegeben. Dieses kann hier heruntergeladen werden.

 

Interview zur Gefahr von Verschwörungserzählungen
Unsere Kollegin Nadja Kaiser gab dem Magazin "Begegnung der Kulturen" ein Interview zur Gefahr von Verschwörungserzählungen. Das Magazin kann hier auf der Homepage des "Forums der Kulturen Stuttgart" kostenlos heruntergeladen werden.

 

Einschätzung der aktuellen "Corona"-Proteste von mobirex und dem Bundesverband Mobile Beratung
Aktuell sorgen die Proteste gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der „Corona“-Pandemie für Gesprächsstoff. Baden-Württemberg ist dabei einer der „Hotspots“ dieser Demonstrationen. Insbesondere die „Querdenker“-Demos in Stuttgart und die Aktivitäten der in Gründung befindlichen Partei „Widerstand2020“ sorgen für Aufsehen. Wie sind diese Akteur*innen einzuschätzen? Wie offen sind sie für rechte Positionen?

Als Fachstelle mobirex haben wir dazu eine Einschätzung veröffentlicht:

Zielgruppen

Unser Angebot richtet sich an:

  • Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit
  • zivilgesellschaftliche Initiativen und Netzwerke
  • Bildungseinrichtungen und Schulen
  • Vereine und Verbände
  • Journalist*innen
  • Engagierte in der Flüchtlingshilfe
  • Einzelpersonen
  • Kommunale Politik und Verwaltung
  • Landespolitik und -verwaltung
  • Kirchen und Religionsgemeinschaften
  • Migrant*innen-Selbstorganisationen
  • Gewerkschaften
  • Soziale Einrichtungen
  • Polizei
  • Gewerbetreibende und Unternehmen
Weiterführende Links
Materialien

Informationen zu den Themen (extreme) Rechte und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

  • Agentur für Soziale Perspektive: Das Versteckspiel. (2017) Hier abrufbar
  • Amadeu Antonio Stiftung: Alternative Wirklichkeiten. Monitoring rechts-alternativer Medienstrategien. (2020) Hier abrufbar
  • Demokratiezentrum Baden-Württemberg: Pädagogischer Umgang mit antimuslimischen Rassismus. (2016) Hier abrufbar
  • Landeszentrale für politische Bildung: Themenheft Antiziganismus. Aus der Reihe „Bürger & Staat“. (2018) Hier abrufbar
  • Landeszentrale für politische Bildung: Themenheft Homophie und Heterosexismus. Aus der Reihe „Bürger & Staat“. (2015) Hier abrufbar
  • Ministerium für Kultus, Jugend uns Sport BaWü/ LpB/ Zentrum für schulqualität und Lehrerbildung: Wahrnehmen - Benennen - Handeln. Handreichung zum Umgang mit Antisemitismus an Schulen. (2019) Hier abrufbar
  • Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.: „Ich bin stolz, Türke zu sein!“ Graue Wölfe und türkischer (Rechts-)Nationalismus in Deutschland. (2016) Hier abrufbar

Eigene Veröffentlichungen

  • Handreichung zum Recht auf informationelle Selbstbestimmung (2017)
  • Infoflyer: Die Identitären - Keine Bewegung, aber extrem rechts (2019)

Broschüren zum Umgang mit extrem rechten Aktivitäten

  • Beratungsnetzwerk Hessen: “Was soll ich denn da sagen?!” Zum Umgang mit Rechtsextremismus und Rassismus im Schulalltag. (2016) Hier abrufbar
  • Bundesverband Mobile Beratung [u.a.]: „Wir holen uns unser Land und unser Volk zurück“ – Empfehlungen zum Umgang mit rechtspopulistischen Parteien in Parlamenten und Kommunen. 2. Aufl. (2019). Hier abrufbar
  • Bundesverband Mobile Beratung/ Bundeszentrale für politische Bildung: Was blüht dem Dorf? Demokratieentwicklung auf dem Land. (2019) Hier abrufbar Bestellbar bei der Fachstelle mobirex
  • John Cook/ Stephan Lewandowsky: Widerlegen, aber richtig. Das Debunking Handbuch. (2011) Hier abrufbar
  • Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR): Wachsam sein! Zum Umgang mit rechten und rechtsextremen Einschüchterungsversuchen und Bedrohungen. (2017) Hier abrufbar
  • Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR): Nur Schnee von gestern? Zum Umgang mit dem Kulturkampf von rechts in Gedenkstätten und Museen. (2019) Hier abrufbar
  • Regionale Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein: “Wo, wenn nicht hier?” Informationen zur Auseinandersetzung mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus an Schulen. (2016) Hier abrufbar

Zum Weiterlesen

  • Adorno, Theodor W.: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus. Ein Vortrag. Mit einem Nachwort von Volker Weiß. Berlin 2019.

  • Büchner, Timo: "Weltbürgertum statt Vaterland". Antisemitismus im Rechtsrock. Münster 2018.
  • Blum. Rebekka: Angst um die Vormachtstellung. Zum Begriff und zur Geschichte des deutschen Antifeminismus. Hamburg 2019.
  • Stegemann, Patrick/ Musyal, Sören: Die rechte Mobilmachung. Wie radikale Netzaktivisten die Demokratie angreifen. Berlin 2020.