Fachstelle mobirex - Mobile Beratung gegen Rechts in Baden-Württemberg

Herzlich Willkommen bei mobirex

Eine demokratische und menschenrechtsorientierte Alltagskultur – das ist das Ziel von mobirex – Mobile Beratung gegen Rechts in Baden-Württemberg. Dabei haben wir uns auf die Arbeit im Themenfeld der extremen Rechten und Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit spezialisiert. mobirex  bietet Unterstützung, Information und Beratung für all diejenigen an, die mit extrem rechten  bzw. menschenfeindlichen Aktivitäten konfrontiert sind oder sich für die Stärkung einer demokratischen Alltagskultur gegen extrem rechte Aktivitäten und Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit einsetzen möchten.

Seit April 2008 trägt die LAGO zusammen mit der Jugendstiftung das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus in Baden-Württemberg. Auf dieser Seite bieten wir Ihnen Einblick in unsere Arbeit sowie Informationen zum Umgang mit der extremen Rechten und Facetten der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.

Für Ihre Beratungsanliegen oder Fragen zu unserer Arbeit stehen wir gerne unter den angegebenen Kontaktdaten zur Verfügung. Wie bieten zudem die Möglichkeit eines unverbindlichen Kennenlernens und Austausch über die Situation vor Ort an.

mobirex ist Teil des Verbundes Demokratiezentrum Baden-Württemberg und  Mitglied im Bundesverband Mobile Beratung. Die Fachstelle wird gefördert aus Mitteln des Programms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Soziales, Frauen und Jugend sowie des baden-württembergischen Ministeriums für Soziales und Integration.

 

Inhaltliche und methodische Grundlagen

Was tun, wenn Neonazis Flugblätter in meinem Ort verteilen? Wie gehe ich mit antisemitischen Sprüchen in der Schulklasse um?  Und welche Möglichkeiten gibt es, mit einem zunehmend rassistisch geprägten Klima vor Ort umzugehen?

Der Umgang mit solchen Fragestellungen ist nicht immer leicht. mobirex bietet bei derartigen Fragen Unterstützung an. Vertraulich, vor Ort und kostenfrei. Dabei orientieren wir uns am Bedarf der Ratsuchenden, arbeiten nach dem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ und nehmen daher die lokalen Gegebenheiten gemeinsam unter die Lupe.

Je nach Beratungsbedarf wird von uns ein Mobiles Beratungsteam aus Fachleuten und Expert*innen des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in Baden-Württemberg zusammengestellt, welches mit Ihnen gemeinsam Handlungsstrategien entwickelt.

In unserer Arbeit orientieren wir uns an den inhaltlichen und methodischen Grundlagen des Bundesverbands Mobile Beratung sowie an den Beratungsleitlinien des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in Baden-Württemberg.

mobirex bietet...

Information – Wir informieren über Akteur*innen, aktuelle Erscheinungsformen und Erkennungsmerkmale der extremen Rechten sowie über Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.

Beratung – Wir beraten im Umgang mit extrem rechten Akteur*innen und erarbeiten gemeinsam mit den Beratungsnehmer*innen Handlungsstrategien vor Ort.

Weiterbildung – Wir bieten Workshops im Themengebiet an und qualifizieren Berater*innen.

Vernetzung – Wir bringen fall- und themenbezogen unterschiedliche Akteur*innen in Kontakt zueinander und vermitteln gegebenenfalls an weitere Hilfsstrukturen.

Unsere Beratung...

... erfolgt auf Anfrage.

... ist mobil und findet vor Ort statt.

... nimmt die lokalen Möglichkeiten und Ressourcen in den Blick.

... ist fachlich fundiert.

... basiert auf den systemischen Grundsätzen der Wertschätzung und Klient*innenorientierung.

 

Zielgruppen

Gemeinsam mit der Fachstelle „kompetent vor Ort“ bei der Jugendstiftung sind wir Ansprechpartner*innen für all diejenigen, die sich für eine demokratische und menschenrechtsorientierte Kultur einsetzen, mit extrem rechten Aktivitäten und Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit konfrontiert sind oder sich darüber informieren möchten. Unser Angebot richtet sich an

  • Bildungseinrichtungen und Schulen
  • Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit
  • Engagierte in der Flüchtlingshilfe
  • Einzelpersonen
  • Kommunale Politik und Verwaltung
  • Landespolitik und -verwaltung
  • Kirchen und Religionsgemeinschaften
  • Migrant*innen-Selbstorganisationen
  • Gewerkschaften
  • Vereine und Verbände
  • Soziale Einrichtungen
  • zivilgesellschaftliche Initiativen und Netzwerke
  • Journalist*innen
  • Polizei
  • Gewerbetreibende und Unternehmen
Aktuelles
  • Breites Bündnis fordert langfristige strukturelle Förderung politischer Bildungsarbeit
    Ein breites Bündnis aus 120 Organisationen sowie 120 Unterstützer*innen fordert das Bundesfamilienministerium dazu auf, mehr Geld für das Bundesprogramm "Demokratie leben!" bereitzustellen. Hintergrund waren zahlreiche Absagen an etablierte Trägerinnen, deren Existenz durch den Wegfall der Gelder bedroht ist. Damit einher geht ein hoher Verlust an Kompetenz und an zivilgesellschaftlichen Netzwerken. Ferda Ataman von den „neuen deutschen organisationen“ sagt: „Es ist außerdem günstiger, in Gesellschaftspolitik zu investieren, als ständig die Sicherheitsmaßnahmen hochschrauben zu müssen.“ Die komplette Pressemeldung und Informationen zum Hintergrund finden Sie hier.
  • Die "Identitären" - Keine Bewegung, aber extrem rechts
    Trotz einiger Rückschläge in ihrer Außendarstellung zählen die Identitären weiterhin zu den wichtigsten Gruppierungen der extremen Rechten. Ihr Weltbild ist rassistisch und richtet sich gegen die liberale Demokratie. Sie adressieren mit ihren öffentlichkeitswirksamen Aktionen vor allem junge Menschen. Ein Flyer der Fachstelle mobirex ordnet die "Identitären" in den extrem rechten Kontext ein und zeigt ihre Strategien auf, mit denen sie das gesellschaftliche Klima nach rechts verschieben wollen.

    Der Flyer kann hier heruntergeladen oder bei mobirex kostenfrei bestellt werden.
  • Zwei Artikel von mobirex im DZ-Jahresbericht 2018 erschienen
    Die Fachstelle mobirex ist im Jahresbericht 2018 des Demokratiezentrums Baden-Württemberg mit zwei Artikeln vertreten. Während es im ersten Artikel von Nadja Kaiser um den Versuch der extremen Rechten geht, sich in Betrieben organisatorisch zu verankern, greift der zweite Artikel von Andreas Hässler den Umgang mit dem Thema Gewalt durch die (extreme) Rechte auf.
  • Sammelband „Was blüht dem Dorf?“ erschienen
    In ihrer Arbeit „auf dem Land“ trifft Mobile Beratung auf Fragen, die sich um Demokratiebildung und Teilhabe an der Dorf- und Regionalgestaltung drehen. Während auf der einen Seite Wahlerfolge (extrem) rechter Parteien in einigen ländlichen Räumen ins Auge fallen, ist auf der anderen Seite ein vielfältiges Engagement für Demokratie und Teilhabe zu erkennen. Wie kann dieses Engagement gestärkt werden? Diese Frage stand im Zentrum einer Fachtagung des Bundesverbands Mobile Beratung in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung im September 2018. Hierzu ist nun ein Sammelband erschienen, der aus einem multiprofessionellen Blick (Praktiker*innen, Wissenschaft, Mobile Beratung) heraus Impulse zur Demokratiestärkung auf dem Land anbietet. Sie können die Broschüre hier kostenlos runterladen oder bei uns bestellen (so lange der Vorrat reicht).
  • Workshop zu Styles und Codes der extremen Rechten
    Woran erkennt man die extrem rechte Szene heute? Welche Kleidung tragen Neonazis und Identitäre? Fragen, die angesichts einer sich ständig neu inszenierenden rechten Szene nicht so leicht zu beantworten sind. Im Rahmen zweier pädagogischer Tage an zwei Schulen haben wir unseren aktualisierten Workshop zu "Styles und Codes der extremen Rechten" in Schulkollegien durchgeführt. Mit diesem 2,5 - 3stündigen Workshop bieten wir einen Einblick in aktuelle Erscheinungsformen der rechten Szene. Interesse am Workshop? Dann mailen Sie uns an beratungsnetzwerk@lago-bw.de
Weiterführende Links
Materialien

Informationen zu den Themen (extreme) Rechte und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

  • Agentur für Soziale Perspektive: Das Versteckspiel. (2017) Hier abrufbar
  • Amadeu Antonio Stiftung: „Geh sterben“. Umgang mit Hate Speech und Kommentaren im Internet. (2015) Hier abrufbar
  • Anne Frank Bildungszentrum: Weltbild Antisemitismus. Didaktische und methodische Empfehlungen für die pädagogische Arbeit in der Migrationsgesellschaft. (2013) Hier abrufbar
  • Demokratiezentrum Baden-Württemberg: Pädagogischer Umgang mit antimuslimischen Rassismus. (2016) Hier abrufbar
  • Landeszentrale für politische Bildung: Themenheft Antiziganismus. Aus der Reihe „Bürger & Staat“. (2018) Hier abrufbar
  • Landeszentrale für politische Bildung: Themenheft Rechtspopulismus. Aus der Reihe „Bürger & Staat“. (2017) Hier abrufbar
  • Landeszentrale für politische Bildung: Themenheft Homophie und Heterosexismus. Aus der Reihe „Bürger & Staat“. (2015) Hier abrufbar
  • Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.: „Ich bin stolz, Türke zu sein!“ Graue Wölfe und türkischer (Rechts-)Nationalismus in Deutschland. (2016) Hier abrufbar

Eigene Veröffentlichungen

  • Handreichung zum Recht auf informationelle Selbstbestimmung (2017)
  • Infoflyer: Die Identitären - Keine Bewegung, aber extrem rechts (2019)

Broschüren zum Umgang mit extrem rechten Aktivitäten

  • Beratungsnetzwerk Hessen: “Was soll ich denn da sagen?!” Zum Umgang mit Rechtsextremismus und Rassismus im Schulalltag. (2016) Hier abrufbar
  • Bundesverband Mobile Beratung [u.a.]: „Wir holen uns unser Land und unser Volk zurück“ – Empfehlungen zum Umgang mit rechtspopulistischen Parteien in Parlamenten und Kommunen. (2017). Hier abrufbar
  • mobim - Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster. Gegen Rechtsextremismus, für Demokratie: Einmischen und dagegenhalten! Zum Umgang mit rassistischen Anfeindungen im Kontext von Flucht und Asyl. (2016). Hier abrufbar
  • mobim - Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster. Gegen Rechtsextremismus, für Demokratie: Mit Rechten streiten?! Zum Umgang mit rechtspopulistischen und rassistischen Anfeindungen. (2016). Hier abrufbar
  • Mobile Beratung gegen Rechts Berlin (MBR): Wachsam sein! Zum Umgang mit rechten und rechtsextremen Einschüchterungsversuchen und Bedrohungen. (2017) Hier abrufbar
  • Mobile Beratung gegen Rechts Berlin (MBR) & DEHOGA Berlin: Rechtsextremisten nicht auf den Leim gehen. Ein Ratgeber für die Gastronomie. (2013) Hier abrufbar
  • Mobile Beratung gegen Rechts Berlin (MBR) [u.a.]: Was tun, damit’s nicht brennt? Leitfaden zur Vermeidung von rassistisch aufgeladenen Konflikten im Umfeld von Sammelunterkünften für Flüchtlinge. (2014) Hier abrufbar
  • Regionale Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein: “Wo, wenn nicht hier?” Informationen zur Auseinandersetzung mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus an Schulen. (2016) Hier abrufbar

Zum Weiterlesen

  • Adorno, Theodor W.: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus. Ein Vortrag. Mit einem Nachwort von Volker Weiß. Berlin 2019.
  • Büchner, Timo: "Weltbürgertum statt Vaterland". Antisemitismus im Rechtsrock. Münster 2018.
  • Blum. Rebekka: Angst um die Vormachtstellung. Zum Begriff und zur Geschichte des deutschen Antifeminismus. Hamburg 2019.

  • Lang, Juliane/ Peters, Urlich (Hrsg.): Antifeminismus in Bewegung. Aktuelle Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt. Hamburg 2018.
  • Ogette, Tupoka: exit Racism. Rassismuskritisch denken lernen. 4. Aufl. Münster 2019.