„lokal vernetzen – demokratisch handeln“

Menschen werden abgewertet und ausgegrenzt, jeden Tag, auch in Deutschland. Doch abwertende Haltungen beschränken sich nicht auf bloße Meinungen über andere Menschen. Sie können auch in gewaltsame Handlungen wie zuletzt im Falle der Anschläge von Halle und Hanau münden. Oder der Ermordung des Politikers Walter Lübcke, der sich für die Aufnahme von Geflüchteten und gegen islamfeindliche Hetze einsetzte. Deshalb ist unser entschiedenes Handeln gefragt. Das Förderprogramm „lokal vernetzen – demokratisch handeln“ fördert seit 2013 das Engagement für ein gerechtes, demokratisches Miteinander und gegen abwertende Haltungen. Seit 2015 wird die Förderung im Rahmen des Landesprogramms „Demokratie stärken!“ fortgeführt, das von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg umgesetzt wird.

In der neuen Förderphase 2020 – 2021 von „lokal vernetzen – demokratisch handeln“ ist es das Ziel des Programms, das lokale Engagement von Bündnissen, Netzwerken und Initiativen gegen abwertende Haltungen zu stärken. Deshalb erhalten die ausgewählten Projekte neben einer finanziellen Förderung zudem Qualifizierung und Beratung für die Umsetzung ihrer Projektidee.

In Kürze erscheint an dieser Stelle die Ausschreibung für die Förderphase 2020 – 2021. Falls Sie eine Benachrichtigung sowie nähere Informationen zum Förderprogramm per Email erhalten möchten, schicken Sie bitte eine kurze Nachricht an vernetzung@lago-bw.de

 

Vergangene Förderphasen

Die Projekte 2018 - 2019 stellen sich vor

AJA Jugendnetz - Amstetten

Im Jugendtreff Amstetten sollen durch Empowerment und pädagogische Begleitung die Besuchergruppen vielfältiger werden. Ziel von AJA ist es, den Ort für alle Jugendlichen zu öffnen und Jugendliche mit Verantwortung im Rahmen von Teambuilding-Maßnahmen und Workshops zu stärken. Auch der Gemeinderat ist mit dem neu gewählten Steighofrat, einem Jugendgemeinderat, sehr divers besetzt. Ein weiteres Ziel von AJA ist es, die Mädchenarbeit fest zu etablieren, was bereits jetzt als gelungen bezeichnet werden kann.

Empowerment LSBTTIQ*-Jugendliche – Heidelberg

Seit April 2018 findet Queer Youth Heidelberg in den Räumen des Jugendtreffs Kirchheim statt. Queer Youth ist ein offenes Angebot für schwule, lesbische, bi-, pan- und asexuelle, queere, trans*, inter*  und nicht-binäre Jugendliche bis 18 Jahre.

Viele der Jugendlichen erfahren sich zum ersten Mal als Teil einer Gruppe, in der sie ihre Probleme, Fragen und Erfahrungen angstfrei thematisieren können. Bei diesen Gesprächen wird häufig deutlich, dass die wenigsten der Jugendlichen auf eine akzeptierende Haltung stoßen.

Ziele des Projektes sind darum:

  • die Sensibilisierung und Qualifizierung von Jugendlichen und pädagogischen Fachkräften als Multiplikator*innen/Unterstützer*innen für das Thema geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung
  • das Empowerment von LSBTTIQ*Jugendlichen durch gemeinsame Aktionen und Engagement
  • die Befähigung von schulischen und außerschulischen Einrichtungen LSBTTIQ*Jugendlichen in ihren Angeboten und Inhalten stärker zu berücksichtigen
  • die Schaffung von Diskriminierungsfreiheit und Akzeptanz von LSBTTIQ*Jugendlichen
Filmwoche mit Katrin Himmler - Buchen

Eine Woche lang ist die Politikwissenschaftlerin Katrin Himmler, Großnichte Heinrich Himmlers, im Neckar-Odenwald-Kreis zu Besuch. Frau Himmler stellt sich in dieser Woche vielen Fragen. Diese reichen von „Wollten Sie nie Ihren Namen ändern?“ bis „Was bedeutet für Sie Glück?“. Zum Abschluss hält Timo Büchner einen Vortrag zum Thema „völkisch-autoritärer Populismus in den Parlamenten – damals und heute". Spannend sind die Tage allemal, zumal es die beteiligten unterschiedlichen Schulformen interessant machen.

Der Projektträger "Herz statt Hetze" bedankt sich bei den über 1.000 Schüler*innen, den Lehrer*innen, den Schulen, über 90 Kinobesucher*innen, den Zuhörer*innen vom oben genannten Vortrag und allen anderen Unterstützer*innen. Dank geht ebenfalls an die LAGO, die diese Schulfilm-Woche durch ihre Förderung möglich macht.

Aber vor allem geht der Dank an Katrin Himmler. "Herz statt Hetze" ist froh über die Möglichkeit, sie kennen zu lernen und über die Begleitung von Frau Himmler über eine Woche durch viele interessante Diskussionen mit aufmerksamen Schüler*innen und Besucher*innen. Den Flyer zum Projekt finden Sie hier.

Links zu den Zeitungsberichten:

https://www.fnweb.de/fraenkische-nachrichten_artikel,-buchen-jugendliche-sollen-aus-geschichte-lernen-_arid,1426528.html

https://www.fnweb.de/fraenkische-nachrichten_artikel,-wallduern-einblicke-in-das-innenleben-eines-moerders-_arid,1424969.html

https://www.rnz.de/nachrichten/buchen_artikel,-buchen-schulfilmwoche-mit-dem-film-meine-familie-die-nazis-und-ich-_arid,430334.html

https://www.fnweb.de/fraenkische-nachrichten_artikel,-buchen-zivilgesellschaft-gegen-rechts-staerken-_arid,1427254.html

Langenau bleibt wach! - Langenau

"Lange Nacht der Demokratie"

Flyer zur langen Nacht der Demokratie hier zum Download.

Die Jugend mischt kräftig mit

So lautete die Schlagzeile des Artikels der Lokalzeitung „Langenau aktuell“ vom 31. Mai, in dem über die Aktionen am 25. Mai 2109 anlässlich des 70. Geburtstages des Grundgesetzes berichtet wurde.

„Bemerkenswert viele Jugendliche beteiligten sich an der Veranstaltung unter dem Motto ‚Langenau bleibt wach’“. Unter anderem waren Theatergruppen vom Gymnasium mit Szenen aus Kästners ‚Konferenz der Tiere’ und der Gemeinschaftsschule mit zuvor in einem Theaterworkshop selbst entwickelten Szenen vertreten.

Völlig überrascht vom großen Andrang waren die sieben Schüler*innen, die sich tiefgründig und auf hohem Niveau bei einem selbst organisierten Poetry Slam in der Bücherei einen Reim auf Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Demokratie machten. Im Treppenhaus waren die Plakate zu betrachten, die zwei neunte Klassen der Realschule bei einem Fotoprojekt im Rahmen des Kunstunterrichts Anfang Mai hergestellt hatten.

Im Foyer des Gymnasiums informierten Langenauer Vereine über Möglichkeiten, sich sozial, kulturell oder sportlich zu engagieren.Im Mehrgenerationenhaus wurde eine im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf die ‚Lange Nacht’ eine online-Plattform zur Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene von den Machern vorgestellt; dabei wurden die Interessierten zu einer Abstimmung über aktuelle Themen eingeladen – leider beteiligten sich daran nur wenige.

„In der Mensa des Gymnasiums ging Buchhändler Thomas Mahr in einem unterhaltsamen Vortrag der Frage nach, was die Langenauer Bürger und Kommunalpolitiker beschäftigte zu der Zeit, als das Grundgesetz verfasst wurde.“ Eröffnet hatte Bürgermeister Daniel Salemi die ‚Lange Nacht der Demokratie“ um 19 Uhr im städtischen Pfleghofsaal und damit auch die Unterstützung der Stadt für dieses Projekt zum Ausdruck gebracht. Insgesamt waren bei der Veranstaltung an 5 Veranstaltungsorten knapp 400 Menschen zwischen 19 und 23.45 Uhr in der 16000 Einwohner zählenden Kleinstadt unterwegs.

Bereits am Vormittag hatten sich annähernd 150 Leute getroffen, um an einem ‚demokratischen Spaziergang’ durch Langenau teilzunehmen. An fünf Stationen trugen dabei Schauspieler*innen des Theaters Ulm Auszüge aus dem Grundgesetz und nachdenklich stimmende Texte vor, die oft auch kritisch die Verfassungswirklichkeit beleuchteten. Bei der letzten Station am Bahnhof rief ein Schauspieler an Namen der 61 Männer und 4 Frauen in Erinnerung und die anwesenden Musiker intonierten die Europa-Hymne „Ode an die Freude“ und riefen damit musikalisch zur Teilnahme an der Europawahl am darauffolgenden Tag auf.

Inhaltlich und organisatorisch geplant wurde die „Lange Nacht der Demokratie“ bei 4 öffentlichen Zusammenkünften in der Zeit von Januar bis Mai 2019. Hierzu war in der Südwestpresse und der Lokalzeitung „Langenau aktuell“ eingeladen worden. Bereits beim ersten Treffen am 22. Januar nahmen über 30 Interessierte teil und sammelten vielfältige Ideen  zum Ablauf der Veranstaltung, die bis zum Folgetreffen in den beteiligten Gruppen besprochen werden sollten. Am 20. Februar wurden dann der Termin und der zeitliche Rahmen sowie die Veranstaltungsorte und die meisten inhaltlichen Schwerpunkte festgelegt.

Am 19. März, am 2. Und am 20. Mai traf sich dann ein etwas kleineres Organisationsteam im Mehrgenerationenhaus, um organisatorische Details zu planen und Verantwortlichkeiten festzulegen.

Mehr Demokratie wagen im Sport VEREINt - Stuttgart

Sportvereine sind ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft und übernehmen in diesem Kontext soziale und integrative Aufgaben, welche zunehmend auch an gesellschaftspolitischer Bedeutung gewinnen.

Dabei müssen sich Vereinsvertreter und Mitglieder vielen Herausforderungen im alltäglichen Vereinsleben stellen: Konflikte müssen gelöst, Sportstätten gepflegt sowie Mitglieder und Trainer gewonnen werden. Um Projekte im Verein gezielt umzusetzen und wichtige Themen voran zu bringen, sind Strukturen, die eine Mitsprache und Beteiligung ermöglichen, notwendig. Hier setzt das Projekt „Demokratie im SPORT VEREINt“ an.

Gemeinsam mit Sportvereinen entwickeln wir Aktionen, welche bei der Umsetzung vereinsinterner Ziele und der Lösung vorhandener Hürden unterstützen sollen: Sei es bei der Suche nach mehr Hallenzeiten, der Stärkung des Gruppengefühls von Jugendmannschaften oder auch der Weiterentwicklung der Vereinsstruktur durch eine Befragung der Mitglieder und Vereinsakteure.

Ziel des Projekts ist es, demokratisches Denken und Handeln zu stärken, Beteiligungsprozesse anzustoßen und jungen Vereinsmitgliedern Einblicke in die politischen Strukturen Stuttgarts zu ermöglichen. Dazu wurden von Seiten der Projektträger verschiedene Aktionen entwickelt, die im Rahmen des Projekts von Sportvereinen kostenlos gebucht und umgesetzt werden können. Darüber hinaus können gemeinsam mit dem Team von Sportkreisjugend und Stadtjugendring eigene Ideen, Projekte oder Veranstaltungen entwickelt und geplant werden.

Oekumenisches Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung - Singen

Der Verein „Ökumenisches Bündnis für Menschenrechte Hegau-Bodensee e.V.“ entstand aus der Stolperstein-Initiative, die seit 2009 Stolpersteine für Verfolgte der Naziherrschaft verlegt. Das Bündnis wurde aus der Evangelischen Arbeitnehmerschaft Bodensee heraus gegründet und setzt sich vor allem für das Gedenken einer Singener Sinti-Familie ein. Die Mehrheit der Familienmitglieder kam während der Zeit der Naziherrschaft des „Dritten Reiches“ im Konzentrationslager ums Leben.

Da es auch in jüngster Zeit wieder Angriffe auf das Stolperstein-Projekt gab, war dies der Anlass, mit dem Projekt „Ökumenisches Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung“ der Opfer der Nazi-Diktatur des „Dritten Reiches“ durch die geplante Errichtung einer Sinti-Gedenkstätte in Singen zu gedenken und die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, dass die Ausgrenzung und Ablehnung von Angehörigen der ethnischen Minderheiten der Sinti und Roma bis in die heutige Zeit anhält.

Der Verein „Ökumenisches Bündnis für Menschenrechte Hegau-Bodensee e.V.“ arbeitet mit der Stadt Singen und dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg zusammen. Den Link zur Homepage des Bündnisses finden Sie hier. Den Flyer des Bündnisses können Sie hier downloaden.

https://www.wochenblatt.net/heute/nachrichten/article/oekumenisches-buendnis-stellt-sinti-gedenkstaette-in-den-mittelpunkt/

https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/OEkumenisches-Buendnis-engagiert-sich-fuer-eine-Sinti-Gedenkstaette;art372458,10036511

TanzTheaterTee - Freiburg

Empowerment - Inseln für den Alltag

Von Januar bis Ende April 2019 fanden in Gundelfingen jeden Freitag von 16.00- 18.00 Uhr Frauentreffen im Rahmen des Projektes TanzTheaterTee statt. Das Projekt richtete sich an geflüchtete Frauen aus Gundelfingen – einer  kleinen Gemeinde vor Freiburg. Es setzte an den Ressourcen der Frauen an. Durch  gemeinsames Tee trinken, Entspannungs- und Massageübungen, Yoga,  Austauschrunden, kreatives Gestalten  genauso wie Körperwahrnehmungs- und Bewegungsspiele sowie Tanz boten die Treffen einen Ausgleich zum Alltag. Nach und nach wurden Interessen entdeckt und geweckt, Kontakte geknüpft und gleichzeitig ein Schutzraum geschaffen. So konnten die Frauen sich selbst empowern: „Das hat mir heute Kraft gegeben“ sagte beispielsweise eine Teilnehmerin nach einer Einheit. Das Projekt wurde meist dankbar angenommen - es erschienen um die 10 Frauen aus Syrien, der Türkei, Afghanistan, Palästina, Somalia und dem Irak. Zum Abschluss des Projektes gab es einen Wendo- Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurs, der sich an alle Frauen der Gemeinde richtete (siehe Bild). Hierbei konnten Diskriminierungserfahrungen thematisiert und Handlungsmöglichkeiten gemeinsam erarbeitet werden. Die Reporterin Rufine Songué von Radio ourvoice  - nahm ebenfalls an dem Workshop teil und erstellte einen Bericht, der unter hier nachzuhören ist. Das Projekt wurde gefördert im Rahmen des Landesprogrammes ‚Demokratie stärken! Baden- Württemberg gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus‘.  Begleitet wurde das Projekt von der Theaterpädagogin Mira Bodenstedt und der Integrationsmanagerin Anja Rudel.

Tanzprojekt "Fair und cool" - Mühlhausen

„Fair und Cool“, das ist der Name eines Tanzprojektes für Mädchen, die teils Gewalt und Ausgrenzung erlebt haben. Im Rahmen der Mädchenwerkstatt des Bildungs- und Beratungszentrums „Haus am Mühlebach“ treffen sich die Mädchen regelmäßig, um gemeinsam an Themen zu arbeiten, die sie umtreiben und bewegen. Eines dieser Themen beinhaltet den Umgang mit und die Verarbeitung von Gewalterfahrungen, wie auch die Inklusion in die Gesellschaft. Zu dieser Thematik entdeckten die Mädchen das Tanzen als Werkzeug. Vor etwa vier Jahren starteten sie mit der Teilnahme an der weltweiten Kampagne „One Billion rising“.

In regelmäßigen Treffen wurde gemeinsam an Choreographie und Liedtexten gearbeitet. Das Ergebnis wurde der Öffentlichkeit im Rahmen von zahlreichen öffentlichen Tanzaktionen präsentiert. Das sind z.B.  Straßenaktionen und Kooperationen mit Netzwerkpartner*innen vor Ort zum Beispiel der Jugendarbeit. Daraufhin erhielten sie viel positives Feedback. Das Selbstbewusstsein der Mädchen wurde gestärkt, sie wurden zu Akteurinnen für ihre Sache und übernehmen heute in Diskussionsrunden teilweise die Moderationsrolle. Das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen wurde in der Öffentlichkeit thematisiert und diskutiert. Nähere Informationen zum Tanzprojekt finden Sie hier. Den Flyer können Sie hier ansehen.

Wir - Miteinander - Kirchzarten

Um Vorurteilen gegenüber Menschen, die aus verschiedenen Gründen als „anders“ ausgegrenzt und abgewertet werden, von Anfang an zu begegnen, setzt das Projekt „Wir – Miteinander“ beim Erlernen und Einüben eines gelungenen Miteinanders im Kindergartenalter an. Das Projekt zielt auf die Interaktion zwischen Eltern, Kindergarten-Kindern und Erzieher*innen. So werden einerseits die Kindergarten-Kinder durch altersgemäße Methoden an die Themen Interkulturalität und Diskriminierung herangeführt. Andererseits erhalten die Erzieher*innen qualifizierte Fortbildung zum Thema „Vermittlung von Sprache und Werten“ oder „Vorurteilsbewusst Arbeiten – Anti-Bias: Ein Ansatz zum Abbau von Diskriminierung“.

Das Projekt, das vom Diakonischen Werk Breisgau-Hochschwarzwald, Außenstelle Titisee-Neustadt, initiiert wurde, verschreibt sich explizit den Themen Demokratieförderung und Wertevermittlung, wobei kleine und große Menschen gleichermaßen erfolgreich angesprochen werden.

Tiefenschärfe - Foto - Mannheim

Unter dem Titel „Tiefenschärfe – Ein Foto und seine Geschichte“ ruft die Stadt Mannheim gemeinsam mit dem Jugendkulturzentrum Forum und dem Stadtjugendring Mannheim einen Wettbewerb ins Leben, im Rahmen dessen Menschen in Form von Text und Fotografie ihre ganz persönlichen Berührungspunkte mit dem Thema Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Exklusion erzählen und darstellen können. Nach der erfolgreichen Projektbewerbung startet die Öffentlichkeitsarbeit. Ein professionell erstellter Folder zum Projekt wird an Jugendeinrichtungen, Schulen, Vereine und Verbände sowie über Kontakte zu Einzelpersonen verteilt. Außerdem werden zahlreiche Projektpostkarten in der Region Mannheim/Heidelberg verteilt und Social Media genutzt, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen und auf die Teilnahme am Wettbewerb aufmerksam zu machen. Ein vorausgegangenes Projekt, das einen Kurzfilmwettbewerb initiiert hatte, erhielt enorm große Resonanz und eine Fülle von großartigen Wettbewerbsbeiträgen. Diesmal jedoch gehen weder Beiträge noch Rückfragen zum Projekt ein. Daraufhin wird die Öffentlichkeitsarbeit noch einmal verstärkt, alle Jugendeinrichtungen und Schulen nochmals angeschrieben, teils persönlich, teils per Newsletter oder Email, um für das Projekt zu werben. Zudem wird anlässlich des Weltmädchentages eine Fotobox aufgestellt, ein Workshop zum Thema „Reportage-Fotografie“ wird angeboten. Es stehen tolle Referentinnen mit Rat und Tat zur Seite, an einer Schule werden offene Angebote in Form von Fotoworkshops gemacht, um zur Teilnahme am Wettbewerb zu motivieren. Doch weder Fotos noch Texte werden eingesendet. Aktuell erfolgt eine intensive Auswertung des Projektes durch das Projektteam der Trägerkooperation gemeinsam mit der LAGO, um herauszufinden, was dazu geführt haben könnte, dass keine Beiträge eingingen. Es gibt gute Gründe, davon auszugehen, dass es diese Geschichten zum Thema Exklusion zwar gibt, dass diese jedoch ungern erzählt werden. Die Frage lautet daher, was es braucht, um diese Geschichten hervorzuholen und sie angemessen zu würdigen. Den Flyer zum Projekt finden Sie hier.

 

 

Die Projekte der Kurzförderphase 2017 stellen sich vor

Im Förderzeitraum Juli bis Dezember 2017 können sowohl Projekte weitergeführt werden, als auch kleinere Projekte neue Impulse in ihrem Gemeinwesen setzen. Insgesamt haben es 16 Projekte in das Förderprogramm geschafft, welche sich im Folgenden vorstellen.

Koschtnix' Umsonstladen

Der Umsonstladen (ULA) ist ein Projekt der Offenen Jugendarbeit des Kreisjugendrings Esslingen e.V. in Kooperation mit der Gemeinde Lenningen, dem Arbeitskreis Asyl und der BruderhausDiakonie.

Bei einem Jugendforum, das die Offene Jugendarbeit in Lenningen initiierte, wünschten sich Jugendliche unter anderem einen Second-Hand-Laden und ein Offenes Bücherregal, andere suchten eine Aufgabe. Wir nahmen diese Wünsche zum Anlass, einen kleinen Umsonstladen zu gründen. Räumlich ist der ULA an unsere Offene Fahrradwerkstatt angegliedert, die nicht nur von Einheimischen, sondern auch von Menschen mit Fluchterfahrung rege besucht wird.

Neben der Annahme und Abgabe diverser Waren bietet der ULA auch die Möglichkeit zu Gesprächen und zum lockeren Austausch, zum Kennenlernen und wieder treffen. Engagierte Mitbürger*innen können sich darüber hinaus ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechend einbringen – beispielsweise durch kleine kulinarische Beiträge oder handwerklich - zum Beispiel bei der Reparatur oder Änderung von Kleidungsstücken, dem Verarbeiten von Wolle, der Instandsetzung von Kleingeräten etc. So wollen wir durch gelebte Solidarität und Selbstorganisation auch der vorherrschenden Wegwerf-Mentalität entgegentreten.

Wir möchten Menschen zusammenbringen: Einheimische, Migranten und Geflüchtete jeglichen Alters, unabhängig von der ethnischen oder sozialen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens oder der Bedürftigkeit. Wir wollen zu einer Kultur der Begegnung und der Kooperation, des respektvollen Miteinanders und der gegenseitigen Anerkennung und Unterstützung beitragen. Uns ist es wichtig, dass ein friedliches interkulturelles und interreligiöses Zusammenleben vor Ort gelebt werden kann und vielfältige Lebensformen anerkannt werden. Wir ermutigen zur Partizipation und zum öffentlichen Engagement. Wir freuen uns auf lebendige, bunte und spannende Begegnungen im ULA sowie auf die Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern.

SchwuB - Zeltwochenende

Dieses Jahr trafen wir, die Schwule Jugendgruppe aus Biberach und die Young And Queer
Gruppe aus Ulm\ Neu Ulm uns am Wochenende vom 04.08. - 06.08.2017 zu unserem jährlichen
Zeltausflug im Oberallgäu in der Nähe des schönen Alpsees.
Nachdem am frühen Freitagabend alle ihre Zelte aufgeschlagen hatten gab es eine kleine
Kennenlernrunde während der Grill heiß gemacht wurde. Als es dunkel wurde aßen wir gemeinsam
unsere Grill-Pizzen mit Salat, worauf anschließend der „Verdauungsspaziergang,“ die
Fackelwanderung, folgte. Einige der Teilnehmer waren so erschöpft, dass sie sich gleich nach der
Rückkehr in ihren Zelten aufs Ohr legten, während die anderen noch etwas gemütlich ums Feuer
herum saßen.


Am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück versammelten wir uns alle am Grillplatz
und diskutierten über wichtige Themen; wie Unterschiede zwischen ländlichen und städtischen
Jugendgruppen, Vorstellungen was sich in der Politik und in der Gesellschaft verändern muss um
mehr Gerechtigkeit für LSBTTIQ*-Menschen zu schaffen und was wir als Jugendgruppen dazu
beisteuern können, natürlich war auch die bevorstehende Bundestagswahl und der Entscheid zur
freien Abstimmung bezüglich der Homo-Ehe ein großes Thema.
Den Nachmittag verbrachten wir bei herrlichem Wetter am nicht weit entfernten Alpsee. Wo wir
ausgelassen badeten und unsere Sommerbräune auffrischten, bzw. sich der eine oder andere einen
kleinen Sonnenbrand holte. Hungrig und voller Vorfreude auf das leckere Grillgut vom
benachbarten Bauern, kehrten wir zurück. Wir hatten Glück, denn kaum nachdem wir unser Essen
beendet hatten fielen schon die ersten Regentropfen und es dauerte nicht lang bis es richtig
schüttete. Wir verzogen uns in die Hütte und ließen den Abend bei Musik und Kartenspiel
ausklingen.


Sonntagmittag hieß es dann leider schon wieder Abschiednehmen, es wurde noch ein letztes mal
gemeinsam gefrühstückt und etwas diskutiert, dann wurden die Zelte wieder verpackt und einer
nach dem anderen fuhr gen Heimat.


Die Ergebnisse, sowie unsere Ziele und Wünsche für das kommende Jahr trugen wir zusammen und
durch den Ausbau unserer Vernetzung helfen wir uns derzeit, diese umzusetzen. Es hat sich mal
wieder gezeigt, dass so ein Zeltwochenende sehr hilfreich sein kann um neue Projekte zu starten.
Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr und hoffen, dass weitere Gruppen teilnehmen werden.

Ago - Miteinander ohne Vorurteile

Wir hatten das große Projekt vom 3.-8. September und haben uns mittlerweile in verschiedensten Gesprächskreisen wieder getroffen. Am Mittwoch findet ein weiteres Treffen u.a. mit den Eltern bzw. Betreuuern und den Kindern/Jugendlichen statt.

Alles in allem muss und kann man sagen, dass die Aktion ein großer Erfolg ist und die Teilnehmer sich interessant austauschen und kennen lernen konnten. Die Erfahrungen für die Teilnehmer konnten nicht unterschiedlicher sein und wir können sagen, dass der Lerneffekt für alle enorm war und auch ist.

 

Anbei das Gruppenbild des Creativ-Camps.

Flügeln & Wurzeln. Männer gemeinsam im Gespräch

Flügel & Wurzeln ist ein Projekt des Caritasverbandes Breisgau Hochschwarzwald e.V.
in Kooperation mit den Gemeinden Ebringen und Schallstadt.

Der Gesprächskreis ist speziell für Männer mit und ohne Flucht-/ Migrationshintergrund und
bietet einen Raum der Begegnung und des absichtslosen, zweckfreien Austausches. Ein Raum

um ins Gespräch zu kommen, mit einem klaren Rahmen, und ausgerichtet auf Gemeinschaft.
Das Projekt bringt Männer unterschiedlichster Lebenswelten u. Prägungen (kulturell-traditionell/ religiös-
weltanschaulich/ sprachlich) vor Ort zusammen und ermöglicht vertieftes Gespräch und vis-a-vis-Begegnung.

Um Nicht-deutsch-Muttersprachlern die Kommunikation im Gespräch zu erleichtern, greifen wir auf einen uns aus dem Beratungskontext  bereits bekannten, Sprach- und Kulturmittler zurück.

Überdies möchten wir der Gruppe möglichst viel Raum geben, um eigene Ideen im Gespräch zu entwickeln und sehen das Projekt als Impuls auf dem Weg zu mehr Eigenverantwortung/ Selbstbefähigung im Integrationsprozess; sehen zugleich aber auch die Notwendigkeit, dass sich auch die Aufnahmegesellschaft öffnet und erkennen hierin eine Chance für Begegnung in einem Prozess des voneinander Lernens auf kommunaler Ebene. Herzlich eingeladen sind Männer mit und ohne Flucht-/ Migrationshintergrund aus der Region Batzenberg-Schönberg-Hexental, im Speziellen aus den Gemeinden Schallstadt und Ebringen, die ins Gespräch mit anderen Männern kommen wollen. Neben mehreren Gesprächsabenden sind ein gemeinsamer Ausflug, ein Vortragsabend mit einem externen Referenten sowie ein gemeinsamer Abschluss geplant. Die Gesprächs-Themen entwickeln sich im Austausch miteinander und können von Alltäglichem bis hin zu Spiritualität, persönlicher Lebensgestaltung und Sinnfindung reichen.

Der Männergesprächskreis findet an 10 Terminen vom 28. Sept. bis 30. Nov. 2017 in Schallstadt statt.

Hier der Flyer und das Plakat zum Projekt

Farbklecks - gemeinsam.bunt.bewegt

Kinder der Rinnenäckergrundschule in Waiblingen entwerfen im Kunstunterricht und in den Nachmittags AGs Straßenspiele. Die Entwürfe werden gesammelt und in der Schule für alle Kinder sichtbar aber anonymisiert ausgestellt. Kurz vor den Herbstferien erfolgt eine Wahl, die aus aktuellem Anlass im Vorfeld schon während der Bundestagswahl in den Schulklassen thematisiert wird. Diskussionen dürfen und sollen diesen Prozess begleiten. Nach der Abstimmung werden die gewählten Entwürfe in den Herbstferien auf Schablonen übertragen und in einem Herbstferienworkshop von Kindern der dritten und vierten Klassen auf Gehsteige und Plätze gemalt. Die Bewohner des Stadtviertels werden über Infotafeln über das Projekt informiert. Zum Abschluss soll es dann ein Einweihungsfest mit den BürgerInnen des Stadtteiles geben.

Farbklecks-gemeinsam.bunt.bewegt ist ein Projekt, das die Rinnenäcker Grundschule, die BürgerInteressenGemeinschaft Waiblingen Süd e.V. und die Kunstschule Unteres Remstal im Herbst 2017 gemeinsam umsetzen. Mit Hilfe eines künstlerischen Themas werden die Kinder der Rinnenäcker Grundschule zur Auseinandersetzung mit demokratischem Handeln bewegt, wobei gemeinsam Entscheidungen gefällt werden, das Gegenüber toleriert und respektiert wird, eventuelle Ausgrenzungen besprochen und ausgeräumt werden, bei denen die Meinungen der anderen gehört und mit in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Selbstbewusstes, gemeinsames und verantwortliches Handeln, dessen Reflexion, der freie Umgang mit Materialien, Raumsituationen und die Verknüpfung eigener Ideen mit der Lebenswelt, in der sich die Kinder bewegen, sind dabei vorrangig. Die Kinder sollen ein Gefühl dafür entwickeln können, dass das eigene kreative und demokratische Handeln sich auf den eigenen Alltag übertragen (Kreativität kann in allen Bereichen greifen, sich positiv auswirken) und in den Umraum auswirken kann. Durch die kulturelle Teilhabe erhalten die Kinder Alternativen zu einer ziellosen Freizeitgestaltung, sie  lernen außerschulische Lernorte und Institutionen kennen, sie tragen ihren Entscheidungsprozess ins Stadtviertel.

Mann oh Mann - Multikulturelle Perspektiven für junge Männer

In unserem Projekt sollen Angebote für Männer in Heimen für Geflüchtete, in muslimischen Zentren, in der Jugendhilfe (für UMAs) und in Kaffeehäusern, Stadtteilzentren entwickelt und durchgeführt werden. Bei Erfolg sollen die Angebote nachhaltig über den Projektzeitraum fortgeführt werden.

Geflüchtete Frauen oder Frauen mit Migrationshintergrund werden in Freiburg vielfältig unterstützt. Seit 5 Jahren führt die pro familia Mütterkurse in muslimischen Zentren durch und werden schwangere Frauen in Unterkünften für Geflüchtete von Hebammen umfassend begleitet. Gewaltschutzprogramme für  Frauen in Wohnheimen sind etabliert und in Stadtteilzentren finden Themen-Cafés für geflüchtete Frauen oder für Frauen mit MH statt.

Häufig wird in diesen Angeboten deutlich, dass auch (geflüchtete) Männer Unterstützungsbedarf haben, es aber keine spezifischen Angebote in Freiburg gibt. Mit unseren Workshops wollen wir die jungen Männer ansprechen und mit ihnen in den Dialog kommen. Ziele und Inhalte sind dabei:

  • Teilhabe von Männern mit unterschiedlicher Herkunft am gesellschaftlichen Diskurs
  • Männer führen gemeinsame Diskussionen für Normen, Werte und Selbstwert, Frauen und Männerbilder, Rechte und "gesellschaftliche Pflichten und Erwartungen", Umgang miteinander bis hin zu „Flirt“, Paarfindung, Ehe, Familienplanung und Sexualität
  • Empowerment und Selbstreflektion bei den TN, Balance finden zwischen Herkunft und Ankunft
  • Das gesellschaftliche Bild von Männern mit Fluchterfahrung oder MH erweitert darstellen, Abbau von Stereotypen, Einzelbeispiele von gelungener Integration in den Vordergrund stellen, best practice vom Umgang mit Fluchterfahrung veröffentlichen
  • Position beziehen gegen Rassismus, Diskriminierung und sexualisierte Gewalt

Die Workshops oder Gesprächskreise finden vor Ort statt und sollen so niederschwellig wie möglich gehalten werden. Die Teilnahme ist freiwillig und mit keinerlei Auflagen verbunden.

Brücken bauen für mehr Verständnis

Seit März 2016 wird der Stadtjugendring Biberach von der Landesanstalt für offene Jugendarbeit dabei unterstützt das Projekt „Brücken bauen für mehr Verständnis“ umzusetzen, um dazu beizutragen, dass Biberach weltoffener, bewusst bunter und diskussionsfreudiger wird, was die Themen Flüchtlinge, Homosexualität, benachteiligte Jugendliche und Migranten angeht.

Das Projekt erfüllt im Wesentlichen drei Aufgaben: Eine engere Vernetzung innerhalb der Verbände des Stadtjugendrings, die Zusammenarbeit mit Vereinen und Gruppen, die jugendliche Flüchtlinge unterstützen. Und drittens das Haus der Jugendverbände mit seinen Gruppierungen in Biberach zu etablieren und interkulturell zu beleben.

Eine Streichaktion im Haus der Jugendverbände, verschiedene Vorträge und Workshops helfen dabei das Hauptanliegen des Projekts umzusetzen.

Die Wirkung des Projektes auf die Teilnehmer zeigt sich in der Bereitschaft zur Beteiligung und dem persönlichen Einsatz welche im Verlauf des Projekts gestiegen sind. Es entwickelte sich mehr Offenheit  gegenüber Flüchtlingen und Andersdenkenden.

Ansprechpartnerin für die Projektkoordination:

Stephanie.Rossknecht@Stadtjugendring-bc.de

Gedenkstätten - kulturelle Lernorte für MSO

Anknüpfungspunkte für muslimische Jugendgruppen

Gedenkstätten bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte um aktuelle gesellschafts-politische Fragen wie die der Flüchtlings- und Migrationsproblematik, kulturelle Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten, Ausgrenzung und Verfolgung zu thematisieren. Diese Möglichkeit der Auseinandersetzung in Gedenkstätten, möchten wir mit muslimisch geprägten Migrantenselbstorganisationen stärker wahrnehmen.

Durch unser Projekt erhoffen wir uns, dass muslimische Jugendgruppen Gedenkstätten als (Lern)Ort für sich entdecken.

Im Herbst 2016 fand ein erster Gedenkstättenbesuch statt. Junge Erwachsene aus der Albanischen Gemeinde Stuttgart, dem SJR Mitgliedsverein "Dialog Forum" und Studierende der Universität Tübingen (Zentrum für Islamische Theologie) folgten der Einladung der Alten Synagoge Hechingen.

Benecdict von Bremen (pädagogischer Mitarbeiter) stellte die Alte Synagoge Hechingen näher vor und gab Auskunft über das jüdische Leben in Hechingen. Im Anschluss wurde der alte jüdische Friedhof besucht.

Neben der Möglichkeit erstmalig eine Synagoge von innen zu erleben, zeigten sich die Teilnehmenden über die Vielfalt im Judentum überrascht, auch wurden parallelen zu ihren eignen muslimischen Bräuchen festgestellt.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden wird es im 2. Halbjahr 2017 weitere Gedenkstättenbesuch geben.

Ansprechpartner beim SJR Stuttgart

Jörg Sander, joerg.sander@sjr-stuttgart.de oder 0711/ 23726-32

Friederike Hartl, friederike.hartl@sjr-stuttgart.de

 

Die Projekte 2015 - 2017 stellen sich vor

Tiefenschärfe - Vielfalt im Fokus

Tiefenschärfe – Vielfalt im Fokus

„Tiefenschärfe“ ist ein Mannheimer Kurzfilmfestivalprojekt, das gemeinsam von der Jugendförderung des Jugendamtes Mannheim sowie vom Jugendkulturzentrum FORUM/Stadtjugendring Mannheim e.V. durchgeführt wird.

Im Rahmen des Festivals sind junge Filmemacherinnen und -macher dazu eingeladen darüber nachzudenken welche Bilder wir von Menschen im Kopf haben. Wie blickt die Gesellschaft darauf, welche Erwartungen und Vorurteile existieren und was sind eigentlich die wesentlichen Dinge, die wir scharfstellen und auf die wir unseren Fokus richten möchten.

Mit ihrer Filmidee können sich junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren bei uns bis zum 31. Oktober 2016 bewerben. Bei der Umsetzung, egal ob es um technische oder inhaltliche Fragen geht, erhalten sie kompetente Unterstützung durch erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; damit aus der ersten Idee ein großartiger Film für ein ganz großes Publikum bei unserem Kurzfilmfestival im Frühjahr 2017 wird.

Die Ausschreibung finden Sie hier

 

Alle Infos gibt es unter:www.facebook.com/kurzfilmfestivaltiefenschaerfe

Für Fragen erreicht ihr uns unter tiefenschaerfe@forum-mannheim.de

Gesicht zeigen! Demokratie I Freiheit I Menschenwürde

Gesicht zeigen! Demokratie | Freiheit | Menschenwürde

 

Die Netzwerkstelle für geflüchtete Menschen und das Jugendzentrum MOLKE veranstalten in Friedrichshafen Bildungsworkshops zum Syndrom der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit für Jugendgruppen (schulische und offene, außerschulische Jugendarbeit) sowie für zivilgesellschaftliche Gruppen (Kirchen, Vereine, Initiativen zur Unterstützung von geflüchteten Menschen, etc.).

Im Anschluss an die Teilnahme an einem Bildungsworkshop haben die Gruppen die Möglichkeit, an einem kommunalen aktivierenden Wettbewerb teilzunehmen. Dieser fördert vielfältige Projekte für junge Menschen zu den Inhalten des Projekttitels bzw. zu einer oder mehreren Facetten des Syndroms gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Die Mikro-Projekte, die aus diesem Wettbewerb hervorgehen, werden finanziell gefördert, zudem stehen den Gruppen Fachkräfte aus der Netzwerkstelle und dem Jugendzentrum begleitend und unterstützend zur Seite.

Das Projekt „Gesicht zeigen! Demokratie | Freiheit | Menschenwürde“ informiert über Intersektionalität und das Syndrom gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, aktiviert junge Menschen, sich für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde einzusetzen und vernetzt aktiv couragierte, engagierte Menschen in der lokalen Netzwerkstelle sowie im Jugendzentrum MOLKE.

 

Ansprechpartner für die Projektkoordination:

Thomas Köhler – Netzwerkstelle für geflüchtete Menschen (t.koehler@friedrichshafen.de)

Karoline von Dewitz – Jugendzentrum MOLKE (k.dewitz@friedrichshafen.de)

Gedenkstätten – kulturelle Lernorte für muslimische Migrantenselbstorganisationen

Gefördert von der LAGO und der Landeszentrale für politische Bildung BW

 Seit  Januar 2016 setzt der Stadtjugendring sein neustes, von der Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg (LAGO) und der Landeszentrale für politische Bildung BW gefördertes, SJR-Projekt „Gedenkstätten - kulturelle Lernorte für muslimische Jugendgruppen“ um.

 Anknüpfungspunkte für muslimische Jugendgruppen

 Gedenkstätten bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte um aktuelle gesellschafts-politische Fragen wie die der Flüchtlings- und Migrationsproblematik, kulturelle Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten, Ausgrenzung und Verfolgung zu thematisieren. Diese Möglichkeit der Auseinandersetzung in Gedenkstätten, möchten wir mit muslimisch geprägten Migrantenselbstorganisationen stärker wahrnehmen.

 Durch unser Projekt erhoffen wir uns, dass muslimische Jugendgruppen Gedenkstätten als (Lern)Ort für sich entdecken.

 Bei einem ersten Austauschtreffen mit Vertretern von muslimischen Jugendverbänden haben wir vereinbart, dass die Gedenkstättenbesuche am Samstag, 08.10.2016 und Samstag 24.10.2016 stattfinden werden.

 Neue Netzwerke  für Gedenkstätten in der Region Stuttgart

 Mit unserem Projekt sehen wir uns als Brückenbauer für Gedenkstätten in der Region Stuttgart, die Kontakt zu muslimischen Jugendgruppen knüpfen und ausbauen möchten.

 Ansprechpartner beim SJR Stuttgart

 Alexander Schell, alexander.schell@sjr-stuttgart.de oder 0711/ 23726-31

 Jörg Sander, joerg.sander@sjr-stuttgart.de oder 0711/ 23726-32

 

Weitere Infos hier

 

"30. Treffen. 30. Protokolle"

Kinder und Jugendliche aus Karlsruhe treffen junge Geflüchtete.

Das Jugendzentrum NCO- Club des Stadtjugendausschusses und Werkraum Karlsruhe e.V. veranstalten Theater- und Filmworkshops, Parkour Trainings und Exkursionen in den umliegenden Sozialraum.
Beim gemeinsamen künstlerischen Arbeiten setzen sich die jungen Teilnehmer für mehr Toleranz und den Abbau von gruppenspezifischer Menschenfeindlichkeit ein.

Kontakte zur Bevölkerung und den Vereinen werden gesucht um Partner im Stadtteil für die Unterstützung der Flüchtlingsarbeit zu finden. Aktive Träger und Einzelpersonen vor Ort vernetzen sich.

Über die gesammelten Eindrücke führen die Künstler, Sozialarbeiter, Betreuer und Jugendlichen Protokoll. Am Ende des Projektes werden die gewonnenen Erfahrungen, Texte und Szenen bei einer künstlerischen Aktion in der Stadt aufgeführt.

"T.A.L.K. - respects connects"

T.A.L.K. ist ein Reutlinger Jugendantidiskriminierungsprojekt und startete im Herbst 2015 ins dritte Jahr. T.A.L.K. ist die Abkürzung für „Tanz/Musik und Aktion im Landkreis Reutlingen“. Sie steht für das Wort „Ergreifen“. T.A.L.K. möchte Jugendliche darin bestärken, sich von Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen nicht unterkriegen zu lassen, ihre eigenen Potenziale zu entfalten und sich miteinander zu empowern.

Das Projekt richtet sich an Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Vorrangig ist es für Jugendliche konzipiert, die in der Gesellschaft eine Form von Ausgrenzung erfahren: zum Beispiel durch einen zugeschriebenen oder tatsächlichen Migrationshintergrund, aufgrund ihrer Hautfarbe, einer Behinderung, ihres sozialen Status, ihrer Bildungsmarginalisierung oder ähnlichem. Aber auch Jugendliche, die nicht negativ von Diskriminierung betroffen sind oder dies nicht so empfinden, können an dem Projekt teilnehmen.

In künstlerischen Workshop werden den Jugendlichen Angebote gemacht, in denen sie die Themen, die sie beschäftigen, aufgreifen und künstlerisch durch unterschiedliche Formen ausdrücken können. Am Schuljahresende präsentieren die Jugendlichen die selbst erarbeitete Inszenierung auf der großen Bühne des Kulturzentrum franz.K.

Die Jugendlichen werden bei der Erarbeitung der Inszenierung durch künstlerische Fachkräfte begleitet, unterstützt und angeleitet. Darüber hinaus stehen den Jugendlichen während des kreativen Prozesses zusätzlich Mentor_innen zur Seite, die den Jugendlichen auch über die Workshops hinaus Möglichkeiten zur Diskussion und Reflexion geben.

Im Schuljahr 15/16 bieten wir folgende wöchentliche Workshops an: Rap, HipHop-Tanz und Foto/Video.

Das Projekt wird organisiert und durchgeführt vom soziokulturellen Zentrum franz.K, dem Fachdienst Jugend Bildung Migration der BruderhausDiakonie und dem Netzwerk Antidiskriminierung e.V.

Ansprechpartnerinnen für die Projektkoordination:

Maria Kechaja: maria.kechaja@nw-ad.de

Marjam Kashefipour: marjam.kashefipour@fjbm-bruderhausdiakonie.de

"Biographie - Arbeit für und mit Flüchtlingen"

Seit Januar 2015 haben ca. mehr als 250.000 Afrikaner_innen den gefährlichen Schritt
gewagt über das Mittelmeer nach Europa beziehungsweise nach Deutschland zu gelangen.
Schätzungsweise sind dabei 2.400 von Ihnen im Mittelmeer tödlich verunglückt. Die Kriege
in afrikanischen Ländern sowie die prekären Lebensbedingungen treiben die afrikanischen
jungen Menschen zur Auswanderung. Die afrikanischen Flüchtlinge brauchen eine
Anlaufstelle, in der sie sich verstanden fühlen, wo Ihnen bei Ihren Nöten und Sorgen geholfen
werden kann. Sie brauchen Menschen, denen sie vertrauen können, an die sie sich
unbürokratisch wenden können, wenn sie Beistand und Begleitung benötigen. Mit unserem
Projekt unterstützen wir die afrikanische Flüchtlinge, ihre Vergangenheit und ihr Trauma
zu bearbeiten und zu verarbeiten. Wir wollen Ihr Ankommen vereinfachen, indem wir Ihnen
einzeln Unterricht und Gruppenarbeit anbieten, Informationen und Wissen zur neuen Heimat
vermitteln und Kontakt zu den Landsleuten und den Einheimischen ermöglichen.

Sie haben Fragen und benötigen Unterstützung zur Orientierung in Ihrem neuen Umfeld?
Dann besuchen Sie uns in unserem Büro!

Sompon Socialservice e.V.

"Heidelberger Muslime - selbstverständlich mitverantwortlich"

Das Projekt „Heidelberger Muslime: selbstverständlich mitverantwortlich, GMF–muslimische Positionen“ ist in Heidelberg im Rhein-Neckar-Kreis verortet.

Hauptgedanke des Projektes ist die dringende Gegebenheit, polarisierende Themen und demokratiegefährdende Einstellungen auch in der muslimischen Community offensiv zur Sprache zu bringen.

Daher gilt es, die Themen Antisemitismus, Homophobie und Sexismus in der muslimischen Community niedrigschwellig aus dem Blickwinkel der Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung als Abwertung von Menschen systematisch zu problematisieren.

Angeregt werden soll eine Auseinandersetzung mit menschenverachtenden Ideologien unter muslimischen Jugendlichen.

Weiterhin werden im Rahmen des Projektes Heidelberger Bürgerinnen und Bürger am Beispiel von Muslimfeindlichkeit zu einem gesteigerten Bewusstsein für den Komplex GMF gelangen.

Teilseiend

Die Projekte 2013 - 2014 stellen sich vor

Geförderte Projekte 2013 - 2014

Diakonisches Werk Breisgau-Hochschwarzwald
"Miteinander" soll Demokratieförderung und Prävention gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit  im Kindergarten schaffen. Zielgruppe sind 100 Vorschüler in 3 Kindergärten, deren Eltern und die Erzieherinnenteams in den Einrichtungen.

Ev. Diakonieverband Calw - Fachberatung Migration
"Verschiedene Herkunft - gemeinsame Zukunft" ist ein Projekt im ländlich-kleinstädtischen Nagold gegen Fremdenfeindlichkeit, Alltagsrassismus und Etabliertenvorrechte.

BruderhausDiakonie Stiftung Gustav Werner und Haus am Berg
Fachdienst Jugend Bildung Migration
"Blickwinkel" Ein Theaterprojekt zur Förderung des Dialogs zwischen Jugendlichen und den lokalen Sicherheitsbehörden. Daneben gibt es eine Kooperation mit dem Brückenhaus Kirchheim und der Beratungsstelel für Geflüchtete "Chai" in Kirchheim.

Stiftung Jugendhilfe aktiv
Theodor-Rothschild-Haus für Jugendhilfe Esslingen
"Laubhüttengarten" ist ein Projekt mit Jugendlichen gegen Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung heute, das konkret an der Geschichte des Theodor-Rothschild-Hauses, ehemaliges "Israelitisches Waisenheim" bis 1939, ansetzt. Wo 1938 das Novemberpogrom stattfand, soll der Laubhüttengarten als Ort der Vielfalt und Toleranz errichtet werden.

Bündnis "Heilbronn sagt nein" c/o DGB Nordwürttemberg
Unterstützung der Vernetzung zwischen dem Bündnis Heilbronn sagt nein! und Schulen sowie der Polizei vor Ort: Der Dokumentarfilm über die Rechtsextreme Musikszene Film "Blut muss fließen" wird am 24. und 25.10.2013 für Schüler, Lehrer und Mitarbeiter aus der Jugendarbeit sowie für die Öffentlichkeit in mehreren Vorstellungen gezeigt. Ziel des Projekts ist es,  die Schulen an das Thema und die Arbeit des Bündnisses heranzuführen, Kontakte mit der Polizei knüpfen und das Bündnis langfristig zu stärken.

Türkische Gemeinde Baden-Württemberg
"Aktionen für Vielfalt und Toleranz" für junge Erwachsenen, die Diskriminierungserfahrungen gemacht haben, für die Öffentlichkeit sowie Multiplikatoren. Themen sind Antidiskriminierung, Antirassismus, Diversity.

Sompon Social Service Esslingen
"Fit für eine Welt" sind Veranstaltungen für Junge afrikanische Menschen, "weiße- und schwarze-Deutsche", Stärkung von Betroffenen von Diskriminierung und Sensibilisierung für Rassismus.