Warum gibt es das Programm "lokal vernetzen - demokratisch handeln"?

Menschen werden abgewertet und ausgegrenzt, jeden Tag, auch in Baden-Württemberg, in unserem direkten Umfeld. Doch abwertende Haltungen beschränken sich nicht auf bloße Meinungen über andere Menschen, sondern finden auch in verletzenden und menschenverachtenden Äußerungen oder Taten Verbreitung. Was bleibt sind Betroffenheit und Ohnmacht angesichts der hohen Zahl rechter Gewalttaten trotz der wiederkehrenden Demonstrationen von engagierten Menschen wie nach dem Attentat in Hanau, sowie aktuell gegen Rassismus oder gegen antisemitische Verschwörungsideologien. Darüber hinaus erleben wir im Alltag viele andere Facetten von Menschenfeindlichkeit, wenn beispielsweise seit Beginn der Corona-Pandemie asiatisch gelesene Menschen vermehrt von Übergriffen gegen ihre Person berichten, wenn Menschen aufgrund sozialer Zuschreibungen oder wegen ihrer körperlichen Fähigkeiten abgewertet oder aufgrund sonstiger zugeschriebener Merkmale ausgegrenzt, beleidigt oder bedroht werden.

Zugleich sind in Baden-Württemberg viele Menschen aktiv und engagieren sich in Bündnissen, Netzwerken und Initiativen für ein gerechtes, demokratisches Miteinander. Sie tauschen sich aus, machen auf abwertende Haltungen aufmerksam und handeln gemeinsam vor Ort, um von Ausgrenzung betroffene Menschen sowie den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken. Dieses Engagement soll mit dem Förderprogramm „lokal vernetzen – demokratisch handeln“ gestärkt und unterstützt werden.