Die Projekte der Förderphase 2020 - 2021

DGF Dalberg Grundschule Förderverein e.V. - Projekt Ladenburg. Den Unterschied leben
Das Projekt soll genau das bewirken was der Titel verspricht. Unterschiedliche Gruppen sollen einander nähergebracht und diskriminierte Gruppen sichtbar gemacht werden. Durch gemeinsame Erlebnisse und Aktionen sollen Verständnis für einander aufgebaut und Spannungen zwischen einander reduziert werden. Positive Aspekte der Unterschiedlichkeit sollen hervorgehoben werden und als Ausgangspunkt für ein Umdenken in der Bevölkerung dienen. So kann man die Diversität im Idealfall langfristig im Stadtbild verankern. Das Projekt setzt sich aus einer Vielzahl von Einzelaktionen zusammen, die jeweils einem bestimmten Thema gewidmet und von einer bestimmten Gruppe organisiert und durchgeführt werden.  Informationsveranstaltungen, Aufklärungsarbeit und Erlebnisaktionen bieten über mehrere Monate verteilt eine bunte Mischung an Einzelprojekten. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die Vernetzung und Zusammenarbeit einer Vielzahl von Akteuren, um so ein langfristiges Netzwerk gegen Diskriminierung zu etablieren. Darüber hinaus sollen durch Interviews weitere Bedarfe ermittelt werden um zukünftig weitere Maßnahmen entwickeln zu können und an die Aufhänger des Projekts anzuknüpfen.

Freundeskreis für Migranten e.V. - Projekt Mensch, kennst du deine Rechte?
In einer Zeit, in der häufig Unterschiede und Anderssein im Vordergrund stehen, soll in Ehingen (Donau) der Blick auf das Gemeinsame, Verbindende – auf die Menschenrechte gerichtet werden. Jede und jeder darf sie einfordern, muss sie jedoch mit der gleichen Selbstverständlichkeit allen anderen gewähren. Der Ehinger Freundeskreis für Migranten will in einem breit aufgestellten Netzwerk die Inhalte der 30 Artikel in den Fokus nehmen, künstlerisch gestaltet auf Postkarten drucken und so die Öffentlichkeit sensibilisieren, das Demokratieverständnis verbessern, eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Lebenszusammenhängen fördern, die eigene Haltung überdenken und so ein Statement gegen Rassismus und Diskriminierung setzen. Um eine gute Verortung im Gemeinwesen und eine möglichst breite Diskussion zu erreichen, arbeitet der Freundeskreis für Migranten zusammen mit dem städtischen Jugendzentrum, mit der Schulsozialarbeit und mit Akteur*innen aus dem Netzwerk der Lokalen Agenda.

Cola Taxi Okay e.V. - Projektreihe Alltagsrassismus
Mit einer Projektreihe möchte der COLA TAXI OKAY e.V. in Karlsruhe Alltagsrassismus entgegenwirken und Räume für Empowerment schaffen. Die Vereinsmitglieder richten ihren Blick auf die Strukturen, in denen sie sich bewegen, auf die Sozialräume, die sie beleben,und nicht zuletzt auch auf sich selbst. Mit dem ersten Projektteil, dem Critical Whiteness Workshop EARS WIDE OPEN, in Kooperation mit der Antidiskriminierungsstelle Karlsruhe, beschäftigen sich die weißen Teammitglieder mit der eigenen Sozialisierung in einer von Rassismus geprägten Welt. Die Frage, wie Angehörige einer weißen Mehrheitsgesellschaft eine anti-rassistische Praxis entwickeln können, ist zentral. Neben Rassismus steht im zweiten Projektteil, der feministischen Theater der Unterdrückten Multiplikation PSST PLAY CLAP, auch Sexismus im Fokus. Frauen* mit und ohne Migrationserfahrung sollen in diesem Rahmen zusammengebracht werden. Sie werden als Multiplikatorinnen* der Technik des Forumtheaters, die politische Bewusstseinsbildung mit befreiender, emanzipierender Pädagogik verbindet, ausgebildet und können sich als Frauen* empowern. Mit dem dritten Projektteil, der Vortragsreihe JOIN TALK TOWN wird das Ziel verfolgt, Themen wie die Konstruktion von Fremdheit und Othering nach außen zu tragen und kritische Stimmen in den Rassismusdiskurs einzubringen. Der vierte und letzte Projektteil, die Musik- und Tanzveranstaltung GOOD AFRO VIBE soll einer Exotisierung des afrikanischen Kontinents entgegenwirken und Menschen eine Bühne bieten, um sich auszuprobieren und selbtswirksam zu handeln.

SBBZ Haus am Mühlebach e.V. - Tanzprojekt Fair und Cool
„Fair und Cool“, das ist der Name eines Tanzprojektes für Mädchen, die teils Gewalt und Ausgrenzung erlebt haben. Im Rahmen der Mädchenwerkstatt des Bildungs- und Beratungszentrums „Haus am Mühlebach“ treffen sich die Mädchen regelmäßig, um gemeinsam an Themen zu arbeiten, die sie bewegen. Eines dieser Themen beinhaltet den Umgang mit und die Verarbeitung von Gewalterfahrungen. In regelmäßigen Treffen wird an Choreographie und Liedtexten gearbeitet. Im aktuellen Stück entstehen auf Wunsch der Mädchen individuelle Solos = selbstbewusste Ich-Präsentationen. Auf Grund der aktuellen Corona Realität wird über digitale Medien Kontakt mit anderen Mädchengruppen aufgenommen um sie für unsere Idee zu begeistern. Die Mädchen der Tanzwerkstatt können auf intensive, persönlichkeitsstärkende Erfahrungen zurückgreifen und vielleicht fliegt der Funke über. Sie sind Akteurinnen für ihre Sache und gestalten ihre Zukunft. Ein Film über die Arbeit der Mädchen Tanzwerkstatt ist mit Unterstützung einer regionalen Filmpädagogin im Entstehen. Durch die vielen Tanzaktionen im ersten Förderjahr 2018/2019 besteht ein aktives Netz zu regionalen öffentlichen Jugendeinrichtungen, städtischen Interessengemeinschaften, Präventionstellen, und Heilpädagogischen Einrichtungen. Nähere Informationen zum Tanzprojekt finden Sie auf der Homepage sowie im Flyer.

Stadtjugendring Mannheim / Jugendkulturzentrum forum - Workshop-Reihe Verschwörungstheorien
Das Jugendkulturzentrum forum führt im Juni / Juli 2021 Workshops zum Thema Verschwörungstheorien durch. In Kooperation mit Mannheimer Schulen sollen junge Erwachsene für die Wirkungsweise und die Gefahren sensibilisiert werden, die von Verschwörungstheorien ausgehen. Gerade die erschreckend hohen Zustimmungswerte für absurde Weltsichten während der Corona-Krise haben gezeigt, wie notwendig dieser Auftrag an die politische Bildungsarbeit zu formulieren ist. Die Teilnehmer*innen am Projekt lernen die Erscheinungsformen und Funktionsweisen von Verschwörungstheorien kennen. Sie sollen nach Abschluss des Workshops in der Lage sein, typische Erzählmuster und Codes zu erkennen, sowie Gefährdungen einzuschätzen, die von Verschwörungstheorien ausgehen. Indem Handlungsmöglichkeiten und Beratungsangebote aufgezeigt werden, sind die Teilnehmer*innen am Ende des Workshops idealerweise dazu gefähigt, in ihrem Umfeld und bei sich selbst die Wirksamkeit von Verschwörungstheorien zu erkennen und diesen entgegenzutreten. Zielgruppe sind primär Schüler*innen ab 14 Jahren; indirekte Zielgruppe sind aber auch die beteiligten Schulen bzw. Lehrkräfte. Hier geht es zum Flyer. Außerdem finden Sie hier einen Presseartikel.

Werkraum Karlsruhe e.V. - Projekt Ihr habt das Wort
Das Forumtheaterprojekt besteht aus drei Aufführungen und drei vorbereitenden Workshop-Einheiten. Zur Anwendung kommt die Methode: „Theater der Unterdrückten“ nach Augusto Boal. Zunächst wird ein Workshop durchgeführt in dem die 10-12 Teilnehmenden die Methode kennenlernen und zwei Szenarien aus ihrer eigenen Erfahrungswelt entwickeln, in denen es um GMF oder Unterdrückung geht. Bei der interaktiven Aufführung am Folgetag wird das Publikum in die Methode eingeweiht, das Szenario zunächst einmal vorgespielt und dann mit dem Publikum besprochen, welche Formen von Unterdrückung wahrgenommen wurden. Bei dem nächsten Vorspiel derselben Szene kann das Publikum durch Stop-Rufe die Handlung unterbrechen und Änderungsvorschläge machen, jedoch nicht bei „der/dem Unterdrücker*in“, sondern bei den „Opfern“ und den „Beobachter*innen“. Im dritten Durchlauf können die Zuschauenden dann selbst eine Rolle übernehmen, um eine Szene lösungsorientiert nach ihren Vorschlägen zum Besseren zu verändern. Durch Werbung in unterschiedlichen Medien und über Kooperationen mit sozialen, freien Initiativen und städtischen Einrichtungen werden Interessierte ab 16 Jahren angesprochen, die an dem kostenfreien Workshop auch ohne Vorkenntnisse teilnehmen können. Zuschauen, mitdiskutieren und letztendlich mitspielen kann jede*r. Nähere Informationen finden sich hier.

Internationaler Bund Süd e.V. - Projekt Erinnerungskultur 4.0 - Through the Darkest of Times
Das Projekt macht anhand des historischen Strategiespieles "Through the Darkest of Times" (TTDOT) für Jugendliche (15 - 27 Jahre) die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus interaktiv erlebbar. Es ist im November 2020 gestartet. Kooperationspartner sind die Schickhardt-Schulen, das Jugendhaus Heslach und die ComputerSpielSchule des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg. Das Computerspiel gliedert sich in die vier Kapitel: Machtergreifung (1933), Gipfel (1936), Krieg (1940/41), Zusammenbruch (1944). Die Jugendlichen sollen in Kleingruppen die einzelnen Kapitel für sich durchspielen. Dann wollen wir die Spielfortschritte der Kleingruppen vergleichen und daraus entstehende Eindrücken und Denkprozesse zum Wert von demokratischen Werten reflektieren. TTDOT soll aber nur der Ausgangspunkt sein, um mit den Jugendlichen über heutige Formen von Ausgrenzung und Abwertung zu diskutieren und den Blick in die Gegenwart zu richten. Hier geht´s zur Homepage des IB.

Initiative Zusammenrücken Langenau - Projekt Blickwechsel. Wie wünschen wir uns unsere Stadt
Die Initiative Zusammenrücken Langenau möchte mit dem Projekt einen Beitrag leisten um der zunehmenden Spaltung der Gesellschaft und der Verhärtung der öffentlichen Debatte entgegenzuwirken. Im Rahmen des Projektes wird die Initiative mit verschiedenen Akteuren und gesellschaftlichen Gruppen aus Langenau in Kontakt treten, um mit Ihnen den Zustand und die Zukunft der Langenauer Stadtgesellschaft in Corona-Zeiten zu besprechen. Ein besonderer Schwerpunkt soll darin bestehen, die Vielfalt in einer Stadtgesellschaft deutlich zu machen, die zunehmend durch Migration geprägt ist. Die Impulse aus den verschiedenen Gesprächsrunden werden dann die Grundlage für eine Ausstellung bilden, die zum gegenseitigen Austausch über das Zusammenleben in Langenau anregen wird. Dies soll vor allem auch mit Bevölkerungsgruppen (z.B. Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund, sozioökonomisch schwache Menschen usw.) geschehen, deren Perspektiven, Meinungen und Einstellungen nur selten im öffentlichen Diskurs Berücksichtigung finden. Begleitend zu der Ausstellung werden Kurzfilme mit Teilnehmenden der Gesprächsrunden gedreht und weiterhin ein mehrtägiger Theaterworkshop durchgeführt. Des Weiteren werden einige Ausgaben des Podcasts „nau ON AIR“ die Themen der verschiedenen Gesprächsrunden aufgreifen.

Geförderte Projekte 2013-2019

Vergangene Förderphasen

Die Projekte 2018 - 2019 stellen sich vor

AJA Jugendnetz – Amstetten
Im Jugendtreff Amstetten sollen durch Empowerment und pädagogische Begleitung die Besuchergruppen vielfältiger werden. Ziel von AJA ist es, den Ort für alle Jugendlichen zu öffnen und Jugendliche mit Verantwortung im Rahmen von Teambuilding-Maßnahmen und Workshops zu stärken. Auch der Gemeinderat ist mit dem neu gewählten Steighofrat, einem Jugendgemeinderat, sehr divers besetzt. Ein weiteres Ziel von AJA ist es, die Mädchenarbeit fest zu etablieren, was als gelungen bezeichnet werden kann.

 

Empowerment LSBTTIQ*-Jugendliche – Heidelberg
Seit April 2018 findet Queer Youth Heidelberg in den Räumen des Jugendtreffs Kirchheim statt. Queer Youth ist ein offenes Angebot für schwule, lesbische, bi-, pan- und asexuelle, queere, trans*, inter* und nicht-binäre Jugendliche. Viele der Jugendlichen erfahren sich zum ersten Mal als Teil einer Gruppe, in der sie ihre Probleme, Fragen und Erfahrungen angstfrei thematisieren können. Ziele des Projektes sind darum u.a. die Sensibilisierung und Qualifizierung von Jugendlichen und pädagogischen Fachkräften als Multiplikator*innen für das Thema geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung und das Empowerment von LSBTTIQ*Jugendlichen durch gemeinsame Aktionen und Engagement.

 

Filmwoche mit Katrin Himmler – Buchen
Eine Woche lang ist die Politikwissenschaftlerin Katrin Himmler, Großnichte Heinrich Himmlers, im Neckar-Odenwald-Kreis zu Besuch. Frau Himmler stellt sich in dieser Woche vielen Fragen. Diese reichen von „Wollten Sie nie Ihren Namen ändern?“ bis „Was bedeutet für Sie Glück?“. Zum Abschluss hält Timo Büchner einen Vortrag zum Thema „völkisch-autoritärer Populismus in den Parlamenten – damals und heute". Spannend sind die Tage allemal, zumal es die beteiligten unterschiedlichen Schulformen interessant machen. Links zu Zeitungsberichten zum Projekt finden Sie hier, hier, hier und hier.

 

Langenau bleibt wach! – Langenau
Bereits am Vormittag hatten sich circa 150 Leute getroffen, um an einem ‚demokratischen Spaziergang’ durch Langenau teilzunehmen. An fünf Stationen trugen dabei Schauspieler*innen des Theaters Ulm Auszüge aus dem Grundgesetz vor, die oft kritisch die Verfassungswirklichkeit beleuchteten. Bemerkenswert viele Jugendliche beteiligten sich an der Veranstaltung unter dem Motto ‚Langenau bleibt wach’“. Unter anderem waren Theatergruppen vom Gymnasium mit Szenen aus Kästners ‚Konferenz der Tiere’ und der Gemeinschaftsschule mit zuvor in einem Theaterworkshop selbst entwickelten Szenen vertreten. Völlig überrascht vom großen Andrang waren die sieben Schüler*innen, die sich auf hohem Niveau bei einem selbst organisierten Poetry Slam in der Bücherei einen Reim auf Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Demokratie machten. Im Mehrgenerationenhaus wurde im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf die ‚Lange Nacht’ eine online-Plattform zur Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene vorgestellt.

 

Mehr Demokratie wagen im Sport VEREINt – Stuttgart
Sportvereine sind ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Sie übernehmen soziale und integrative Aufgaben, die auch an gesellschaftspolitischer Bedeutung gewinnen. Um Projekte im Verein gezielt umzusetzen und wichtige Themen voran zu bringen, sind Strukturen, die eine Mitsprache und Beteiligung ermöglichen, notwendig. Hier setzt das Projekt „Demokratie im SPORT VEREINt“ an. Ziel des Projekts ist es, demokratisches Denken und Handeln zu stärken, Beteiligungsprozesse anzustoßen und jungen Vereinsmitgliedern Einblicke in die politischen Strukturen Stuttgarts zu ermöglichen. Dazu wurden von Seiten der Projektträger*innen verschiedene Aktionen entwickelt, die im Rahmen des Projekts von Sportvereinen kostenlos gebucht und umgesetzt werden können.

 

Ökumenisches Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung – Singen
Das Ziel des Vereins „Ökumenisches Bündnis für Menschenrechte Hegau-Bodensee“  ist es, der Opfer der Nazi-Diktatur des „Dritten Reiches“ durch die geplante Errichtung einer Sinti-Gedenkstätte in Singen zu gedenken und die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, dass die Ausgrenzung und Ablehnung von Angehörigen der ethnischen Minderheiten der Sinti und Roma bis in die heutige Zeit anhält. Der Verein „Ökumenisches Bündnis für Menschenrechte Hegau-Bodensee“ arbeitet mit der Stadt Singen und dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg zusammen. Den Link zur Homepage des Bündnisses finden Sie hier. Links zu Presseartikeln finden Sie hier und hier.

 

TanzTheaterTee – Freiburg
Das Projekt richtet sich an geflüchtete Frauen aus Gundelfingen – einer kleinen Gemeinde vor Freiburg. Es setzt an den Ressourcen der Frauen an. Durch gemeinsames Tee trinken, Entspannungs- und Massageübungen, Yoga, Austauschrunden, kreatives Gestalten genauso wie Körperwahrnehmungs- und Bewegungsspiele sowie Tanz bieten die Treffen einen Ausgleich zum Alltag der Frauen. So können die Frauen sich selbst empowern. Es erscheinen um die 10 Frauen aus Syrien, der Türkei, Afghanistan, Palästina, Somalia und dem Irak. Zum Abschluss des Projektes gibt es einen Wendo- Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurs, der sich an alle Frauen der Gemeinde richtet.

 

Tanzprojekt "Fair und cool" – Mühlhausen
„Fair und Cool“, das ist der Name eines Tanzprojektes für Mädchen, die teils Gewalt und Ausgrenzung erlebt haben. Im Rahmen der Mädchenwerkstatt des Bildungs- und Beratungszentrums „Haus am Mühlebach“ treffen sich die Mädchen regelmäßig, um gemeinsam an Themen zu arbeiten, die sie bewegen. Eines dieser Themen beinhaltet den Umgang mit und die Verarbeitung von Gewalterfahrungen. In regelmäßigen Treffen wurde gemeinsam an Choreographie und Liedtexten gearbeitet. Das Ergebnis wurde der Öffentlichkeit im Rahmen von zahlreichen öffentlichen Tanzaktionen präsentiert. Das Selbstbewusstsein der Mädchen wurde gestärkt, sie wurden zu Akteurinnen für ihre Sache und übernehmen heute in Diskussionsrunden teilweise die Moderationsrolle. Nähere Informationen zum Tanzprojekt finden Sie hier.

 

Wir - Miteinander – Kirchzarten
Um Vorurteilen gegenüber Menschen, die aus verschiedenen Gründen als „anders“ ausgegrenzt und abgewertet werden, von Anfang an zu begegnen, setzt das Projekt „Wir – Miteinander“ beim Erlernen und Einüben eines gelungenen Miteinanders im Kindergartenalter an. Das Projekt zielt auf die Interaktion zwischen Eltern, Kindergarten-Kindern und Erzieher*innen. So werden einerseits die Kindergarten-Kinder durch altersgemäße Methoden an die Themen Interkulturalität und Diskriminierung herangeführt. Andererseits erhalten die Erzieher*innen qualifizierte Fortbildung zu Themen wie „Vermittlung von Sprache und Werten“. Das Projekt verschreibt sich explizit den Themen Demokratieförderung und Wertevermittlung, wobei kleine und große Menschen gleichermaßen erfolgreich angesprochen werden.

 

Tiefenschärfe - Foto – Mannheim
Unter dem Titel „Tiefenschärfe – Ein Foto und seine Geschichte“ ruft die Stadt Mannheim gemeinsam mit dem Jugendkulturzentrum Forum und dem Stadtjugendring Mannheim einen Wettbewerb ins Leben, im Rahmen dessen Menschen in Form von Text und Fotografie ihre ganz persönlichen Berührungspunkte mit dem Thema Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Exklusion erzählen und darstellen können. Doch trotz umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit und professioneller Werbematerialien sowie toller Referentinnen, die mit Rat und Tat zur Seite stehen, werden keine Fotos oder Texte eingesendet. Es gibt gute Gründe, davon auszugehen, dass es diese Geschichten zum Thema Exklusion zwar gibt, dass diese jedoch ungern erzählt werden. Die Frage lautet daher, was es braucht, um diese Geschichten hervorzuholen und sie angemessen zu würdigen.

Die Projekte der Kurzförderphase 2017 stellen sich vor

Koschtnix' Umsonstladen
Der Umsonstladen (ULA) ist ein Projekt der Offenen Jugendarbeit des Kreisjugendrings Esslingen e.V. in Kooperation mit der Gemeinde Lenningen, dem Arbeitskreis Asyl und der BruderhausDiakonie. Räumlich ist der ULA an eine offene Fahrradwerkstatt angegliedert, die nicht nur von Einheimischen, sondern auch von Menschen mit Fluchterfahrung rege besucht wird. Neben der Annahme und Abgabe diverser Waren bietet der ULA auch die Möglichkeit zu Gesprächen und zum lockeren Austausch, zum Kennenlernen und wieder treffen. Ziel ist es, Menschen zusammenbringen und zu einer Kultur der Begegnung und der Kooperation, des respektvollen Miteinanders und der gegenseitigen Anerkennung und Unterstützung beizutragen.

 

SchwuB – Zeltwochenende
Im Sommer 2017 trafen sich die Schwule Jugendgruppe aus Biberach und die Young And Queer Gruppe aus Ulm/Neu Ulm an einem Wochenende zum jährlichen Zeltausflug im Oberallgäu in der Nähe des schönen Alpsees. Es wurde viel diskutiert über wichtige Themen wie die Unterschiede zwischen ländlichen und städtischen Jugendgruppen, Vorstellungen was sich in der Politik und der Gesellschaft verändern muss, um mehr Gerechtigkeit für LSBTTIQ*-Menschen zu schaffen und was Jugendgruppen dazu beisteuern können. Zudem hat sich gezeigt, wie sinnvoll so ein Zeltwochenende ist, um neue Projekte zu starten.

 

Ago - Miteinander ohne Vorurteile
Wir hatten das große Projekt vom 3. - 8. September und haben uns mittlerweile in verschiedensten Gesprächskreisen wieder getroffen. Am Mittwoch findet ein weiteres Treffen u.a. mit den Eltern bzw. Betreuern und den Kindern/Jugendlichen statt. Alles in allem muss man sagen, dass die Aktion ein großer Erfolg ist und die Teilnehmer sich interessant austauschen und kennen lernen konnten. Die Erfahrungen für die Teilnehmer konnten nicht unterschiedlicher sein und wir können sagen, dass der Lerneffekt für alle enorm war und auch ist.

 

Flügeln & Wurzeln. Männer gemeinsam im Gespräch
Flügel & Wurzeln ist ein Projekt des Caritasverbandes Breisgau Hochschwarzwald e.V. in Kooperation mit den Gemeinden Ebringen und Schallstadt. Der Gesprächskreis ist speziell für Männer mit und ohne Flucht-/ Migrationshintergrund und bietet einen Raum der Begegnung und des zweckfreien Austausches. Ein Raum um ins Gespräch zu kommen, mit einem klaren Rahmen, und ausgerichtet auf Gemeinschaft. Das Projekt bringt Männer unterschiedlichster Lebenswelten und Prägungen vor Ort zusammen und ermöglicht ein vertieftes Gespräch und vis-a-vis-Begegnungen.

 

Farbklecks - gemeinsam.bunt.bewegt
Farbklecks - gemeinsam.bunt.bewegt ist ein Projekt, das die Rinnenäcker Grundschule, die BürgerInteressenGemeinschaft Waiblingen Süd e.V. und die Kunstschule Unteres Remstal im Herbst 2017 gemeinsam umsetzen. Mit Hilfe eines künstlerischen Themas werden die Kinder der Rinnenäcker Grundschule zur Auseinandersetzung mit demokratischem Handeln bewegt, wobei gemeinsam Entscheidungen gefällt werden, das Gegenüber toleriert und respektiert wird, eventuelle Ausgrenzungen besprochen und ausgeräumt werden, bei denen die Meinungen der anderen gehört und mit in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Selbstbewusstes, gemeinsames und verantwortliches Handeln, dessen Reflexion, der freie Umgang mit Materialien, Raumsituationen und die Verknüpfung eigener Ideen mit der Lebenswelt, in der sich die Kinder bewegen, sind dabei vorrangig.

 

Mann oh Mann - Multikulturelle Perspektiven für junge Männer
In unserem Projekt sollen Angebote für Männer in Heimen für Geflüchtete, in muslimischen Zentren, in der Jugendhilfe (für UMAs), in Kaffeehäusern und in Stadtteilzentren entwickelt und durchgeführt werden. Ziele sind dabei z.B. die Teilhabe von Männern mit unterschiedlicher Herkunft am gesellschaftlichen Diskurs, gemeinsame Diskussionen über Normen, Werte und Selbstwert, Männer- und Frauenrollen, Rechte und „gesellschaftliche Pflichten und Erwartungen“, Empowerment und Selbstreflexion.

 

Brücken bauen für mehr Verständnis
Seit März 2016 wird der Stadtjugendring Biberach von der Landesanstalt für offene Jugendarbeit dabei unterstützt, das Projekt „Brücken bauen für mehr Verständnis“ umzusetzen, um dazu beizutragen, dass Biberach weltoffener, bewusst bunter und diskussionsfreudiger wird, was die Themen Flüchtlinge, Homosexualität, benachteiligte Jugendliche und Migrant*innen angeht. Es geht um eine engere Vernetzung innerhalb der Verbände des Stadtjugendrings, die Zusammenarbeit mit Vereinen und Gruppen, die jugendliche Flüchtlinge unterstützen, und das Haus der Jugendverbände mit seinen Gruppierungen in Biberach zu etablieren und interkulturell zu beleben.

 

Gedenkstätten - kulturelle Lernorte für MSO
Gedenkstätten bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte um aktuelle gesellschaftspolitische Fragen wie die der Flüchtlings- und Migrationsproblematik, kulturelle Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten, Ausgrenzung und Verfolgung zu thematisieren. Ziel des Projekts ist es, dass muslimische Jugendgruppen Gedenkstätten als (Lern)Ort für sich entdecken. Im Herbst 2016 fand ein erster Gedenkstättenbesuch statt. Junge Erwachsene aus der Albanischen Gemeinde Stuttgart, dem SJR Mitgliedsverein "Dialog Forum" und Studierende der Universität Tübingen folgten der Einladung der Alten Synagoge Hechingen und zeigten sich überrascht über die Vielfalt im Judentum.

Die Projekte 2015 - 2017 stellen sich vor

Tiefenschärfe - Vielfalt im Fokus
„Tiefenschärfe“ ist ein Mannheimer Kurzfilmfestivalprojekt, das gemeinsam von der Jugendförderung des Jugendamtes Mannheim sowie vom Jugendkulturzentrum FORUM/Stadtjugendring Mannheim e.V. durchgeführt wird. Im Rahmen des Festivals sind junge Filmemacher*innen eingeladen, darüber nachzudenken, welche Bilder wir von Menschen im Kopf haben. Wie blickt die Gesellschaft darauf, welche Erwartungen und Vorurteile existieren und was sind eigentlich die wesentlichen Dinge, die wir scharfstellen und auf die wir unseren Fokus richten möchten.

 

Gesicht zeigen! Demokratie, Freiheit, Menschenwürde
Die Netzwerkstelle für geflüchtete Menschen und das Jugendzentrum MOLKE veranstalten in Friedrichshafen Bildungsworkshops zum Syndrom der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) für Jugendgruppen sowie für zivilgesellschaftliche Gruppen wie Kirchen, Vereine und Initiativen zur Unterstützung von geflüchteten Menschen. Das Projekt „Gesicht zeigen! Demokratie | Freiheit | Menschenwürde“ informiert über Intersektionalität und das Syndrom GMF, aktiviert junge Menschen, sich für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde einzusetzen, und vernetzt aktiv couragierte, engagierte Menschen in der lokalen Netzwerkstelle sowie im Jugendzentrum MOLKE.

 

"30. Treffen. 30. Protokolle"
Kinder und Jugendliche aus Karlsruhe treffen junge Geflüchtete. Beim gemeinsamen künstlerischen Arbeiten setzen sich die jungen Teilnehmer für mehr Toleranz und den Abbau von gruppenspezifischer Menschenfeindlichkeit ein. Kontakte zur Bevölkerung und den Vereinen werden gesucht, um Partner im Stadtteil für die Unterstützung der Flüchtlingsarbeit zu finden. Aktive Träger und Einzelpersonen vor Ort vernetzen sich.

 

"T.A.L.K. - respects connects"
T.A.L.K. ist ein Reutlinger Jugendantidiskriminierungsprojekt und startete im Herbst 2015 ins dritte Jahr. T.A.L.K. ist die Abkürzung für „Tanz/Musik und Aktion im Landkreis Reutlingen“. Sie steht für das Wort „Ergreifen“. T.A.L.K. möchte Jugendliche darin bestärken, sich von Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen nicht unterkriegen zu lassen. Vorrangig ist es für Jugendliche konzipiert, die in der Gesellschaft eine Form von Ausgrenzung erfahren, zum Beispiel durch einen zugeschriebenen oder tatsächlichen Migrationshintergrund, aufgrund ihrer Hautfarbe oder einer Behinderung. In künstlerischen Workshop werden den Jugendlichen Angebote gemacht, in denen sie die Themen, die sie beschäftigen, aufgreifen und künstlerisch durch unterschiedliche Formen ausdrücken können.

 

"Biographie - Arbeit für und mit Flüchtlingen“
Seit Januar 2015 haben ca. mehr als 250.000 Afrikaner*innen den gefährlichen Schritt gewagt, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Schätzungsweise 2.400 von ihnen sind dabei im Mittelmeer tödlich verunglückt. Durch das Projekt sollen afrikanische Flüchtlinge dabei unterstützt werden, ihre Vergangenheit und ihr Trauma zu be- und verarbeiten. Das Ankommen in Deutschland soll erleichtert werden, indem sie Einzelunterricht und Gruppenarbeit angeboten, Informationen und Wissen zur neuen Heimat vermittelt und Kontakt zu den Landsleuten und den Einheimischen ermöglicht bekommen. Hier finden Sie die Website des Sompon Socialservice e.V. 

 

"Heidelberger Muslime - selbstverständlich mitverantwortlich"
Das Projekt „Heidelberger Muslime: selbstverständlich mitverantwortlich, GMF–muslimische Positionen“ in Heidelberg im Rhein-Neckar-Kreis will polarisierende Themen und demokratiegefährdende Einstellungen auch in der muslimischen Community offensiv zur Sprache bringen. Angeregt werden soll eine Auseinandersetzung mit menschenverachtenden Ideologien unter muslimischen Jugendlichen.Weiterhin werden im Rahmen des Projektes Heidelberger Bürger*innen am Beispiel von Muslimfeindlichkeit zu einem gesteigerten Bewusstsein für den Komplex GMF gelangen. Hier gelangen Sie zur Teilseiend-Homepage.

Die Projekte 2013 - 2014 stellen sich vor

Diakonisches Werk Breisgau-Hochschwarzwald
"Miteinander" soll Demokratieförderung und Prävention gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit  im Kindergarten schaffen. Zielgruppe sind 100 Vorschüler in 3 Kindergärten, deren Eltern und die Erzieherinnenteams in den Einrichtungen.

Ev. Diakonieverband Calw - Fachberatung Migration
"Verschiedene Herkunft - gemeinsame Zukunft" ist ein Projekt im ländlich-kleinstädtischen Nagold gegen Fremdenfeindlichkeit, Alltagsrassismus und Etabliertenvorrechte.

BruderhausDiakonie Stiftung Gustav Werner und Haus am Berg
Fachdienst Jugend Bildung Migration
"Blickwinkel" Ein Theaterprojekt zur Förderung des Dialogs zwischen Jugendlichen und den lokalen Sicherheitsbehörden. Daneben gibt es eine Kooperation mit dem Brückenhaus Kirchheim und der Beratungsstelel für Geflüchtete "Chai" in Kirchheim.

Stiftung Jugendhilfe aktiv
Theodor-Rothschild-Haus für Jugendhilfe Esslingen
"Laubhüttengarten" ist ein Projekt mit Jugendlichen gegen Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung heute, das konkret an der Geschichte des Theodor-Rothschild-Hauses, ehemaliges "Israelitisches Waisenheim" bis 1939, ansetzt. Wo 1938 das Novemberpogrom stattfand, soll der Laubhüttengarten als Ort der Vielfalt und Toleranz errichtet werden.

Bündnis "Heilbronn sagt nein" c/o DGB Nordwürttemberg
Unterstützung der Vernetzung zwischen dem Bündnis Heilbronn sagt nein! und Schulen sowie der Polizei vor Ort: Der Dokumentarfilm über die Rechtsextreme Musikszene Film "Blut muss fließen" wird am 24. und 25.10.2013 für Schüler, Lehrer und Mitarbeiter aus der Jugendarbeit sowie für die Öffentlichkeit in mehreren Vorstellungen gezeigt. Ziel des Projekts ist es,  die Schulen an das Thema und die Arbeit des Bündnisses heranzuführen, Kontakte mit der Polizei knüpfen und das Bündnis langfristig zu stärken.

Türkische Gemeinde Baden-Württemberg
"Aktionen für Vielfalt und Toleranz" für junge Erwachsenen, die Diskriminierungserfahrungen gemacht haben, für die Öffentlichkeit sowie Multiplikatoren. Themen sind Antidiskriminierung, Antirassismus, Diversity.

Sompon Social Service Esslingen
"Fit für eine Welt" sind Veranstaltungen für Junge afrikanische Menschen, "weiße- und schwarze-Deutsche", Stärkung von Betroffenen von Diskriminierung und Sensibilisierung für Rassismus.